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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Schöne Blumen – auch bei Schietwetter

22.10.2019

Oldenburg Im Kino würde man sagen: „Mitte Mitte“. Das ist seit 14 Jahren der Platz von Peter Twiest (48) mit seiner Gärtnerei Thormählen auf dem Pferdemarkt. Hier reichte allerdings keine einfache Reservierung. Diesen schönen Platz hat sich die Familie verdient. Denn seit 1959 stehen die Thormählens, die ihren Betrieb mit Baumschule und Hofladen am Bohlendamm in Ipwegermoor haben, auf dem Wochenmarkt – heute in dritter Generation. 2016 übernahm Sohn Peter Twiest – nach zwölf Jahren bei der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst – das Geschäft. Seit 2003 steht er dreimal in der Woche auf dem Pferdemarkt und einmal in Rastede.

Wenn der Marktmann morgens aufbaut, um 3.30 oder 4 Uhr, ist es noch duster. Dunkelheit, Kälte, Regen – schrecken ihn nicht. Er sagt. „Ich bin immer motiviert. Mir macht es Spaß, bei jedem Wetter draußen zu sein.“

Und wie ist er an den „Mitte/Mitte-Platz“ gekommen? Twiest sagt: „Ich bin bekannt dafür, dass ich das ganze Jahr durchfahre, auch im Januar und Februar. Ich bin alleine, da kenne ich keinen Urlaub. Wir haben von Anfang an, als mein Opa vor 60 Jahren anfing, außen am Casablanca gestanden, wo heute die Kaffeebude ist. Ich stand da im Winter, wenn viele andere Beschicker nicht da waren, ein bisschen verloren. Da hat die Stadt mich gefragt, ob ich nicht wechseln will. Ich habe sofort ,ja’ gesagt. Jetzt bin ich mitten im Geschehen.“

Nicht nur, wer so vorbeischlendert, sondern auch, wer beim Sarden seinen Kaffee trinkt, hat den besten Blick auf den bunten und grünen Teppich, den Twiest mal wieder ausgerollt hat: Schnittblumen übers ganze Jahr, Sonnenblumen, Dahlien und Astern aus eigener Ernte, zurzeit viel Heide und Scheinbeere, bald die Adventskränze mit Tanne aus eigenen Beständen. Im Frühjahr ist er bekannt für sein großes Sortiment an Kräutern und Gemüsepflanzen: mehr als 50 verschiedene Kräuter, regional und unbehandelt, von der Petersilie über Liebstöckel bis zum Currykraut, dazu Salat, Tomaten, Gurken. Twiest liebt das Marktgeschehen. Er sagt: „Es ist das Persönliche mit den Kunden, das Schnacken, alles andere als Supermarkt und Fließbandabfertigung, dazu das tolle Miteinander mit den Marktkollegen. Das ist hier keine Konkurrenz, das ist Familie. Auch der Umgang mit der frischen Ware. All das wiegt alles auf. Denn so ein Wochenmarkt-Tag hat 14, 15 Stunden.“ Auf dem Hof mit der Baumschule, Heckenpflanzen, Beet- und Balkonblumen, Hofladen und bald wieder den Weihnachtsbäumen erhält Twiest nicht nur Unterstützung durch drei Halbtags- und eine Ganztagskraft, sondern nach wie vor durch seinen kräftig zupackenden Vater Helmut Thormählen. Er sagt: „Darüber bin ich sehr froh, ich bin meinem Vater dafür sehr dankbar!“

Stadträtin Dagmar Sachse bedankte sich jetzt für die langjährige Treue von Wochenmarktbeschickern wie den Thormählens und all der anderen, die für die Attraktivität der Märkte sorgten. Und trotz ihres Stand-Alters – ein Beschicker wie Obst- und Gemüse Osterloh steht sogar schon seit 84 Jahren auf dem Pferdemarkt – lägen sie voll im Trend. Sachse sagte: „Die Tatsache, dass sich Kunden stärker mit der Herkunft und der Nachhaltigkeit der angebotenen Produkte auseinandersetzen, kommt den Wochenmärkten mit ihren hochwertigen Angeboten zugute.“

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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