Oldenburg - Ob Wochenmarkt, Fußgängerzone oder im Discounter: In Oldenburg gibt es an vielen Standorten Erdbeeren. Doch die diesjährige Ernte ist aufgrund fehlender Erntehelfer schwieriger als in den Vorjahren. „Die Preise sind in diesem Jahr konstant hoch“, berichtet der 60-jährige Bernd Rastädt. Der Oldenburger verkauft an fünf Tagen in der Woche auf den Wochenmärkten in Kreyenbrück und auf dem Pferdemarkt Obst und Gemüse.
Eine Schale Erdbeeren kostet an seinem Stand zwischen 3,40 und 3,90 Euro. Die Schwankung hängt von dem Gewicht ab. Derzeit hat Rastädt Erdbeeren der Sorte Cleary im Angebot. Diese bezieht er von einem Großhändler aus Münster. „Wir hatten auch schon Erdbeeren aus Wardenburg oder Sandkrug. Das variiert immer ein wenig“, so der Standbetreiber.
Wochenmarkt
Auf dem Wochenmarkt am Pferdemarkt werden an verschiedenen Ständen Erdbeeren verkauft. Allerdings stehen die einzelnen Stände coronabedingt etwas weiter auseinander. Teile des Parkplatzes werden für die Stände benutzt. Warnschilder, Abstandshalter und eine generelle Mundschutz-Pflicht gehören zu den Verhaltensregeln auf dem Wochenmarkt. Fraglich ist, ob man so überhaupt noch ins typische Quatschen kommt, bei den ganzen Hygienevorschriften. „Kunden unterhalten sich ja schon gern auf dem Markt. Darauf müssen sie ja auch nicht verzichten. Mit dem Mundschutz müssen wir nur etwas häufiger nachfragen“, sagt der 57-jährige Frank Weinert von Obst & Gemüse Weinert. Er bezieht seine Erdbeeren von Bauern und Großhändlern. Eine Schale Erdbeeren kostet an seinem Stand zwischen 3,40 und 3,80 Euro – je nachdem, welche Sorte der Kunde möchte. Im Angebot sind derzeit Erdbeeren der Sorte Cleary und Daroyal.
Preissteigerung
„In diesem Jahr kostet eine Schale Erdbeeren 50 Cent bis einen Euro mehr als üblich“, so Weinert. Die Preissteigerungen seien auf die teilweise höheren Löhne der Erntehelfer zurückzuführen. Des Weiteren sagt er: „Die Erdbeeren reifen in diesem Jahr nicht so schnell wie erwünscht.“ Auch Unterschiede im Anbau seien für die Preiserhöhung verantwortlich. Im Anbau gibt es den sogenannten Tunnel und das Freilandfeld.
Mit Tunnel ist ein großes Gewächshaus gemeint, welches kostenintensiver als der Feldanbau sei. Für den 64-jährigen Standbetreiber Bernd Brigant sind die Erhöhungen auch auf die aktuelle Personalsituation zurückzuführen: „Es gibt bei der Ernte zu wenig Arbeiter. Es können nicht alle Erdbeeren gepflückt werden.“ Der Standbetreiber bietet am Pferdemarkt Erdbeeren der Sorte Magnum aus Langförden an. Bei ihm kosten 550 Gramm Erdbeeren zwischen 3,40 und 3,50 Euro.
Viele Standorte
Neben den Verkaufsflächen auf dem Wochenmarkt gibt es in Oldenburg auch weitere Standorte, an denen Erdbeeren verkauft werden. Unter anderem bietet der Garreler Frischehof Döpke an elf verschiedenen Orten in Oldenburg einen Verkauf der roten Beeren an. Zum Beispiel an der Alexanderstraße 300 in Bürgerfelde, an der Hundsmühler Straße 138 in Eversten oder an der Bremer Heerstraße 172 in Osternburg.
Neben den vielen Verkaufsstandorten fehlt in Oldenburg jedoch leider ein Erdbeerfeld, wo man auch selbst pflücken kann.
