OLDENBURG - Sie ist eine der interessantesten Gruppen des Oldenburger Agenda-21-Prozesses – und dennoch funkt die Zeitzeugenbörse SOS. Schuld ist der Erfolg, den die Frauen und Männer mit ihren Erlebnis-Erzählungen aus Oldenburgs jüngerer Vergangenheit haben.

„Wir brauchen einfach mehr Menschen, die aktiv mitmachen wollen“, sagt Ruth Hoting, eine der knapp zehn Mitglieder. „Ich muss desöfteren Veranstaltern eine Absage erteilen, um die Gruppe nicht zu verheizen“, ergänzt Thomas Ponel, Koordinator des Agenda-Prozesses.

Die Zeitzeugen, die betonen, keine Historiker oder Geschichtslehrer zu sein, sondern nur ihre eigenen Erfahrungen weitergeben möchten, sind in den wenigen Jahren ihres Bestehens bereits unverzichtbar für die Stadtgeschichte geworden. Ob die Entwicklung hiesiger Kaufhäuser oder das Leben in einem Schrebergarten – „wir erzählen gegen das Vergessen an, auch im politischen Sinn“, betont Ruth Hoting. Sie treten in Schulen ebenso auf wie in Seniorenheimen oder im PFL.

Das nächste Treffen der Zeitzeugenbörse ist am 14. Januar ab 14.30 Uhr im PFL. Infos unter Tel. 235-32 46 und Tel. 2 60 78.