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Zufriedenheit von Autofahrern, Radfahrern und Co. Oldenburg bei bundesweiter ADAC-Studie auf Platz drei

Oldenburg - Über Staus, schlechte Radwege oder unpünktliche Busse wird viel geschimpft. Im Vergleich zu anderen Städten sind die Oldenburger mit der Verkehrssituation aber offenbar sehr zufrieden. Das legen die Ergebnisse der ADAC-Studie „Mobil in der Stadt“ nahe. Untersucht wurden 29 mittelgroßen Städte.

Gesamtwertung

Platz drei gibt es für Oldenburg mit einem Indexwert von 32. Diese Zahl zeigt an, wie sehr die zufriedenen Befragungsteilnehmer überwiegen. In der Gesamtwertung bedeutet das, dass (alle Kategorien zusammengenommen) auf einer Skala von eins (sehr zufrieden) bis sechs (überhaupt nicht zufrieden) 45 Prozent ihre persönliche Mobilität mit einer Eins oder Zwei bewerten. Nur 13 Prozent vergeben eine Fünf oder Sechs, der Rest punktet dazwischen (Grafik als PDF).

Autofahrer

Bundesweit Platz zwei bei der Zufriedenheit der Autofahrer klingt zunächst sehr gut. Allerdings ist zu beachten, dass der Indexwert nur bei zehn liegt: 29 Prozent der Befragten vergeben die Note Eins oder Zwei, aber auch 19 Prozent eine Fünf oder Sechs.

Dirk Matthis, Bild: Carsten Heidmann

Dirk Matthis, Bild: Carsten Heidmann

Besonders schlecht fällt die Bewertung für das Baustellenmanagement und die Parkgebühren aus. „Das sind allerdings Kategorien, bei der Städte wohl nie einen guten Werte bekommen können“, sagt Dirk Matthies, Abteilungsleiter Verkehr beim ADAC Weser-Ems. In der Idealvorstellung wolle der Autofahrer natürlich störungsfrei in die Stadt fahren und dort dann kostenlos parken.

Unter allen untersuchten Städten die besten Noten erhält Oldenburg für die Schaltung der Ampelanlagen. Und auch bei Auftreten von Staus sind die Bewertungen gar nicht so schlecht: Nur 18 Prozent vergeben eine Fünf oder Sechs. 32 Prozent benoten ihre Zufriedenheit in diesem Bereich gar mit einer Eins oder Zwei.

Fahrradfahrer

Es überrascht wohl kaum, dass Oldenburgs Fahrradfahrer vergleichsweise zufrieden sind. 47 Prozent mit den Noten Eins/Zwei und 13 Prozent mit den Noten Fünf/Sechs bedeuten Platz drei in der Rangliste für die selbst ernannte Fahrradstadt. Die Details zeigen einige bundesweite Topwerte, zum Beispiel bei den Wartezeiten an Ampeln oder beim Angebot an Fahrradstellplätzen.

KOMMENTAR Nicht drauf ausruhen

Patrick Buck

Auffällig ist aber: Das Radwegenetz bekommt von 55 Prozent der Befragen die Note Eins/Zwei, mit dem Zustand der Radwege sind aber nur 39 Prozent in gleichem Maße zufrieden. Ebenfalls bemerkenswert: Selbst die befragten Radfahrer (ebenso wie die Autofahrer und die Fußgänger) vergeben in Bezug auf das regelkonforme Verhalten anderer Radfahrer vergleichsweise schlechte Bewertungen.

Nahverkehr

Im Vergleich zu den anderen Kategorien steht der öffentliche Nahverkehr zwar nicht ganz so gut da, gehört aber auf Platz sieben immerhin noch zur Spitzengruppe. Was vor allem bei der VWG positiv aufgenommen werden dürfte: Beim Sicherheitsgefühl in den Fahrzeugen und der Barrierefreiheit liegt Oldenburg unter allen Städten vorne. Von den Befragten moniert wird unter anderem das Preise-Leistung-Verhältnis.

Fußgänger

Oldenburg ist eine Stadt der direkten Fußwege, das zeigte der bundesweite Spitzenwert bei bei dieser Frage. Insgesamt verhilft die Fußgängerzufriedenheit zu Platz vier in dieser Kategorie. Großen Nachholbedarf gibt es dagegen bei den Sitzmöglichkeiten entlang der Gehwege.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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