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Bekannter Oldenburger Künstler Bildhauer Udo Reimann im Alter von 84 Jahren gestorben

Der Bildhauer Udo Reimann ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Der Bildhauer Udo Reimann ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Archiv

Oldenburg/Bad Zwischenahn - Oldenburg trauert um einen über die Grenzen der Stadt bekannten und bedeutenden Künstler: Der Bildhauer Udo Reimann ist am vergangenen Freitag im Alter von 84 Jahren gestorben, teilt die Oldenburger Stadtverwaltung mit.

Bekannte Werke

Zu seinen bekanntesten Werken in Oldenburg zählen mehrere Brunnenanlagen wie beispielsweise der prägnante Brunnen am Lefferseck in der Innenstadt sowie das 1990 erstellte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus an der Peterstraße.

Reimann beteiligte sich an vielen Wettbewerben, arbeitete frei oder im Auftrag und schuf dabei etliche große Skulpturen aber auch kleinformatige Werke in der Region. Seine bevorzugten Materialien waren Marmor, Granit und Bronze. Reimanns langes Bildhauerleben wurde von verschiedenen, facettenreichen Werkphasen begleitet.

Kunstwerk entsorgt

Sein Lebenswerk hatte vor einigen Wochen eine tiefe Kerbe erhalten. Eines seiner Kunstwerke, das in Bad Zwischenahn vor dem Wellen-Hallenbad stand, war vor einigen Jahren abgerissen worden, ohne dass er davon erfahren hatte. Den Brunnen aus Lavagestein hatte Reimann 1977 als Auftragsarbeit der Kurbetriebsgesellschaft abgeliefert. Die fast vier Tonnen schwere Plastik passte sich farblich der vorhandenen Rotstein-Pflasterung an. Sie wurde 2016 abgerissen – was im Zuge der Bauarbeiten um das Wellenhallenbad lange unentdeckt blieb. Weitere Werke des Bildhauers stehen im Ammerland vor dem Unternehmen Rügenwalder im Industriegebiet Kayhauserfeld und dem Zwischenahner Bahnhof.

Lesen Sie auch: Wie der Brunnen vor dem Wellenhallenbad verschwand

In Schlesien geboren

Reimann wurde am 22. Juli 1939 in Jauer, Schlesien, geboren. Mit der Familie vertrieben kam er 1945 nach Neuenburg, wo er seine Kindheit verbrachte. Er studierte an der Staatlichen Kunstschule Bremen und an der Kunstakademie in Münster. 1968 zog es Reimann nach Oldenburg. Im Jahr 2011 wurde ihm der Kulturpreis der Oldenburgischen Landschaft verliehen. Zwei Jahre später wurde er von der Stadt Oldenburg für seinen jahrzehntelangen Einsatz für Kunst und Kultur mit dem Großen Stadtsiegel ausgezeichnet. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Oldenburg, wo er Mitglied der Künstlergruppe „Kranich“ war.

Spuren hinterlassen

Udo Reimann war ein bedeutender Künstler, der in Oldenburg und in der Region Spuren hinterlassen hat. Seine Kunstwerke werden ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen. Er ist gleichzusetzen mit Georg Schmidt-Westerstede. Beide haben sich und der Nachwelt mit ihrem Werk und Wirken bleibende Denkmäler geschaffen. Verewigt haben sie sich gemeinsam im und vor dem Herbartgang. Schmidt-Westerstede schuf dort die Mosaiken und das Betonrelief, Reimann die Skulptur „Lebensbaum“ – die Säule im Eingangsbereich an der Langen Straße.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz
Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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