Wiesbaden - Sie gehören zu den wertvollsten Briefmarken aus dem deutschsprachigen Raum: Die Oldenburger „Supereinheiten“ werden an diesem Samstag beim Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden versteigert, das Startgebot liegt bei 250 000 Euro. Die Supereinheiten sind sechs mal sechs unzertrennte Marken, die 1861 im damals noch eigenständigen Staat Oldenburg gedruckt wurden.

Iva und Henrik Mouritsen zeigen einen Teil ihrer Sammlung, mit der sie an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

PHILATELISTEN AUS OLDENBURG Mit Briefmarken im Plastikbeutel nach Bangkok

Johanna Hausmann
Oldenburg

Das letzte Mal wechselten die Supereinheiten vor 34 Jahren den Besitzer, damals für eine Million D-Mark. Der Oldenburger Philatelist Henrik Mouritsen, der ein Kenner der Supereinheiten ist, geht nicht davon aus, dass die Briefmarken am Samstag unter einer halben Million Euro ersteigert werden können. Das Auktionshaus teilte dem NDR mit, dass zumindest ein Bieter dabei sei, der seit Jahrzehnten auf die Chance warte, die Supereinheiten zu erstehen. Das Auktionshaus erwartet ein Bietergefecht.

Die „Oldenburger Supereinheiten“ sind Teil der Briefmarkensammlung des 2018 verstorbenen früheren Tengelmann-Chefs Erivan Haub. Zweimal im Jahr versteigert das Wiesbadener Auktionshaus Heinrich Köhler Teile dieser Sammlung. Am Samstag kommen außerdem ein Brief vom ersten Ausgabetag der sächsischen Freimarke und ein Brief aus Hamburg unter den Hammer, die Startgebote liegen bei 120 000 und 60 000 Euro.