Oldenburg/Nairobi - „Übermorgenstadt“ war nicht nur das Stichwort, mit dem sich Oldenburg unter dem damaligen OB Gerd Schwandner als „Stadt der Wissenschaft 2009“ präsentierte. Der Blick über den Tag hinaus gehörte auch zum Selbstverständnis des Amtsinhabers.
Umstrittene Schlosshöfe-Entscheidung
Nach dem überraschenden Sieg über Dietmar Schütz 2006 stand Schwandner mit seinem umstrittenen Ja zu den Schlosshöfen massiv in der Kritik. Die Positionierung von Oldenburg als internationale Partnerstadt machte den holprigen Start zwar nicht vergessen. Aber der OB gab seiner Amtszeit mit dieser Ausrichtung ein Leitthema.
Oldenburg als zentrale berufliche Station
Auch wenn das Berufsleben des ausgebildeten Mediziners mehrere Stationen hatte, sieht der Ex-OB im Rückblick Oldenburg als seine wichtigste an. „In die Aufgabe ging ein Großteil meiner Lebensenergie.“
Die Verbindungen zum damaligen Freundeskreis blieben auch nach seinem Abschied 2014 lebendig. Mit seinem Oldenburger Weggefährten Professor Rainer Lisowski veröffentlichte er mehrere Bücher. Die Spiele der Baskets verfolgt Schwandner bis heute – auch nach dem Wechsel nach Nairobi. Dorthin zog er mit seiner Frau Annette, die 2020 die Leitung der Landesvertretung der Konrad-Adenauer-Stiftung in der kenianischen Hauptstadt Nairobi übernommen hat. Eine für dieses Wochenende geplante Reise fällt Corona-bedingt aus. So feiert Schwandner seinen 70. Geburtstag an diesem Samstag zu zweit in Nairobi.
