Oldenburg - Ob die „Hörzeitung Oldenburg zwischen Weser und Ems“ im nächsten Jahr ihr 35-jähriges Bestehen feiern kann, ist aktuell ungewiss. Die zurzeit etwa 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen suchen dringend Unterstützung von Frauen und Männern, die Lust haben die Aufnahmen am Computer zu betreuen und sich so ehrenamtlich betätigen wollen. So wie Erika Meier etwa, die einst aktiv danach gesucht hatte, sich in Oldenburg sozial zu engagieren. So kam sie zur Hör-Zeitung. Eine weitere Helferin, Argula Töllner, kam über einen Hinweis, der in der Autotür eines früheren Technikers klebte, zum Hörmagazin. Doch es werden weitere Unterstützer benötigt.
Das E-Paper der NWZ hat auch eine Vorlesefunktion. Direkt in der App gibt es eine Auswahl von Artikeln, die mit einer neuen, natürlicheren Stimme dem Nutzer und der Nutzerin vorgetragen werden. Diese Funktion ist auch für die Abendausgabe verfügbar. Die vorherige Vorlesefunktion bleibt für die übrigen Artikel erhalten.
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Lokal & Regional
Die Hörzeitung Oldenburg verbreitet regionale Berichte aus der NWZ. Sehbehinderte und Blinde erhalten dadurch die Möglichkeit, das lokale und regionale Geschehen aus der Stadt und den Landkreisen zu verfolgen. Dazu wird gezielt nach Artikeln gesucht, die aus den Regionen der Hörer und Hörerinnen kommen. Die Artikel werden in bestimmte Kategorien unterteilt: Kultur, Aktuelles, Soziales, Gesundheit und aus aller Welt.
Neben ausgewählten Berichten aus der NWZ werden für die Hörzeitung Oldenburg auch Veranstaltungshinweise und Informationen des Blinden-Pressedienstes zusammengestellt. Jeweils etwa 100 Minuten Programm kommen dabei zusammen. Die Abonnenten erhalten die Aufnahme als CD per Post oder zum Herunterladen im Internet.
Von links: Detlev Gerke, Erika Meier, Ralf Connemann, Heide Hauck, Hubertus Lobers, Christine Schnittenhelm
Antonia Alder
Von links: Gundula Martin, Wiland Schmale, Herbert Walter
Ann-Kathrin Tittel
Von links: Herbert Walter, Wiland Schmale, Gundula Martin
Antonia Alder
Wiland Schmale
Antonia AlderStimme zum Verlieben
Die wöchentlich von menschlichen Stimmen vorgelesene Auswahl von Beiträgen der NWZ kann nicht nur für blinde Menschen, sondern auch für alleinstehende, sehende Menschen eine willkommene Abwechslung sein. „Man verliebt sich auch einfach in die Stimmen der Vorleser und Vorleserinnen“, erzählt der ehrenamtliche Helfer Ralf Connemann. Eine weitere Mitarbeiterin, Heide Hauck, betont, dass sie regelmäßige Rückmeldungen von ihrer Freundin aus Dreibergen erhalte, welche seit langer Zeit glückliche Nutzerin der Zeitung sei und diese nicht mehr missen wolle.
Zur Weihnachtszeit erreichten das Redaktionsteam der Hör-Zeitung schon kleine Präsente, um den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für die Arbeit zu danken. Darüber hinaus fühle man sich gebraucht, erzählt die ehemalige Schauspielerin und heutige Miteinsprecherin Elisabeth Kollakowsky. Kaffee und Kekse gibt es natürlich bei jeder Sitzung. Auch Grünkohl-Partys und Sommerfeste haben die Mitarbeiter der Hör-Zeitung schon gefeiert. Es sei immer ein nettes Zusammenkommen und eine tolle Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, sagte Erika Meier.
Techniker gesucht
Zurzeit teilen sich zwei Techniker die Arbeit, um wöchentlich dienstags zwischen 9 und 13 Uhr die Hörzeitung für Sehbehinderte und Blinde im Haus des Blinden- und Sehbehindertenverband aufzunehmen. Um den Fortbestand der Hörzeitung über den Jahreswechsel hinaus gewährleisten zu können, benötigt das Hörzeitungsteam allerdings zwei bis drei Personen, die das Technik-Team vergrößern.
Die gesuchten Personen benötigen keine besonderen Programm-Kenntnisse, sollten aber mit Computern und Dateisystemen vertraut sein. In das spezielle Aufnahmeprogramm und die Abläufe der Hörzeitungsproduktion werden Anwärter gerne eingearbeitet.
Interessierte können sich bei Argula Töllner unter Tel. 0441/503165 melden.
