Oldenburg - Am 23. September wurde es noch einmal richtig voll im Oldenburger Impfzentrum in den Weser-Ems-Hallen: Hier wurden an diesem Tag die letzten Zweitimpfungen gegen das Corona-Virus verteilt. Dann war Schluss – nach mehr als 127 000 Erst- und Zweitimpfungen insgesamt seit der Eröffnung.

Was sonst noch war

Neue Blitzer: Die Stadt Oldenburg hat an mehreren Standorten im Stadtgebietneue, festinstallierte Blitzer-Anlagen aufgestellt. Die modernen Blitzer werden nicht nur zu Geschwindigkeitsmessung eingesetzt, sondern lösen auch aus, wenn Fahrzeuge über Rot fahren. Zwei der Blitzer-Säulen stehen an der Kreuzung Huntestraße/Amalienstraße sowie unter der Autobahnbrücke (A28) an der Cloppenburger Straße. An der Kreuzung Bremer Heerstraße/Müllersweg in Tweelbäke wurde die dritte Rotlichtüberwachungsanlage mit Geschwindigkeitsmessung installiert, die Kreuzung gilt als Unfallschwerpunkt.

Ersatz für den Kramermarkt: Der Oldenburger Freizeitspaß „La Ola“ konnte zwar nicht mit der Dimension des Oldenburger Kramermarktes mithalten, aber die aufgebotenen Fahrgeschäfte konnten sich sehen lassen: So wurden dieses Mal Schausteller gewonnen, die normalerweise mit ihren Fahrgeschäften nur bei Großveranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest zu finden sind. Nach der erneuten Corona bedingten Absage der Großveranstaltungen wurden die Fahrgeschäfte in Oldenburg aufgebaut.

Christopher Street Day: Bunt statt grau waren die Straßen Oldenburgs beim Christoper Street Day Nordwest: 6500 Menschen brachten mit ihrer Kleidung, vielen Plakaten und Fähnchen Farbe in das Stadtbild und setzten sich für Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt ein. Angeführt von einem Umzugs-Wagen mit DJ und lauter Musik, machten die Teilnehmenden visuell und akustisch auf sich aufmerksam. Sie zogen von der Weser Ems Halle quer durch die Stadt, vorbei am Pferdemarkt und Lappan.

Für die Stadtverwaltung ein Erfolgsmodell: „Damit wurde ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Oldenburger Bevölkerung geleistet“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann damals. „Ohne das Impfzentrum hätten wir beim Corona-Schutz nicht so erfolgreich sein können.“

Den Zeitpunkt für die Schließung des Zentrums, den das Land Niedersachsen festgelegt hatte, hielt Krogmann aber für falsch. „Eine derart erfolgreiche Infrastruktur hätten wir noch einige Wochen länger gut gebrauchen können“, so Krogmann. Er dankte den Mitarbeitern von Stadtverwaltung, Feuerwehr und medizinischen Diensten, die im Impfzentrum gearbeitet haben, für ihren Einsatz. „Das gesamte Personal hat über Monate sehr gute Arbeit geleistet, teilweise mit vielen Überstunden“, lobte der Oberbürgermeister.

Im September musste das Oldenburger Traditionsunternehmen CWM Insolvenz anmelden.

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Patrick Buck
Oldenburg

Seit Mitte Dezember 2020 war das Impfzentrum einsatzbereit, die ersten Spritzen konnten aber erst Mitte Februar verabreicht werden, weil vorher kein Impfstoff zur Verfügung stand.

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Patrick Buck Anja Biewald
Oldenburg
Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg