Oldenburg - 602 ausgediente Fahrräder haben die fleißigen Schrauber der Oldenburger Initiative „Fahrräder für Flüchtlinge“ in diesem Jahr gesammelt, aufgearbeitet und wieder ausgegeben – mehr als 500 der Drahtesel an Geflüchtete aus der Ukraine, die damit nun in der Stadt mobil sind. Die nächsten gut 300 Räder haben die Helfer nach einem Spendenaufruf über unsere Zeitung für die Reparatur noch vor der Brust.

Der Aufruf sei „ein durchschlagender Erfolg“ gewesen, so Thorsten Strauß, Koordinator der Initiative: „Ich habe über 300 Räder auf der Liste, die wir langsam, aber stetig abarbeiten.“ Weitere Spender vertröste er auf einen späteren Zeitpunkt, „da unser Shelter erstmal wieder voll ist. Wir hoffen, dass wir bis Weihnachten alles abgeholt haben“.

Doch beim Stichpunkt Shelter ist Strauß beim nächsten Problem, das die Initiative mit derzeit rund 25 engagierten Schraubern umtreibt: Der Shelter auf dem Gelände des Fliegerhorsts ist schwer zu finden und schlecht zu erreichen, was die Ausgabe der Fahrräder erschwere. „Wir suchen deshalb einen anderen Raum nur für die Ausgabe“, so Thorsten Strauß. Passend wäre ein ungenutzter Kellerraum, eine Garage oder ein vergleichbarer Raum – 25 Quadratmeter reichen für die Zwecke der Initiative aus. Strauß: „Wichtig wäre nur, dass wir mit einem Anhänger vorfahren können, um die Räder abzuladen.“

Wer sich vorstellen kann, die Fahrrad-Schrauber in Sachen Ausgabestelle für die kommenden Monate zu unterstützen, kann sich bei Thorsten Strauß unter rad.werkstatt@yahoo.de melden.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg