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Oldenburger Kurzfilm-Wettbewerb „Spontan getan“ Ihre Filme haben Jury und Zuschauer überzeugt

Haben den Zuschauerpreis gewonnen: Malte Kempas, Gina Renken, Paula Mühlmeyer, Anton Levin und Steffen Busse

Haben den Zuschauerpreis gewonnen: Malte Kempas, Gina Renken, Paula Mühlmeyer, Anton Levin und Steffen Busse

Wolfgang Alexander Meyer

Oldenburg - Sie haben es geschafft und das in kürzester Zeit: Die Macher von insgesamt 18 Kurzfilmen haben im Rahmen des Oldenburger Kurzfilmwettbewerb „Spontan getan“ in nur 57 Stunden je einen kompletten Kurzfilm produziert – von der ersten Idee über den Dreh und die Vertonung bis hin zum finalen Schnitt.

Doch welcher Film zum übergeordneten Thema „Alle fürs Klima“ konnte am stärksten überzeugen? Die Antwort auf diese Frage wurde am Premierenabend im Oldenburger Kino Casablanca beantwortet – gleich zwei Mal. Denn je eine Auszeichnung gab es in den beiden Kategorien Zuschauerpreis und Jurypreis.

Die Zuschauer

„Agent Pid Geon“ lautet der Titel des Films, den das Publikum per Abstimmungszettel auf den ersten Platz gewählt hat. Darin geht es um einen Agenten, der nachts in Häuser eindringt, Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauscht, offene Fenster schließt, Heizkörper runterregelt oder sinnlos laufende Elektrogeräte abstellt. Immer mit dem Ziel, den Ausstoß von CO 2 zu reduzieren – symbolisiert durch eine Skala im Bild. Tragisch ist nur, dass eben dieser Agent am nächsten Tag in einen Flieger steigt und damit den eingesparten Ausstoß des Treibhausgases um ein Vielfaches in die Atmosphäre ausstößt.

Produziert hat den Film ein siebenköpfiges Team (Malte Kempas, Gina Renken, Paula Mühlmeyer, Anton Levin, Steffen Busse, Max Schinkel und Antonius Tilgner), das in dieser Konstellation zum ersten Mal zusammengearbeitet hat. Dabei sei zwar nicht alles glatt gelaufen, mit dem Endergebnis ist das Team dennoch sehr zufrieden. „Das Produktionswochenende war sehr intensiv. Die Abgabe war dann ein sehr gutes Gefühl. Obwohl das alles sehr anstrengend war, war ich zum Schluss voller Energie“, berichtete Gina Renken.

Die Jury

Nicht leicht gemacht hat es sich die Jury bei ihrer Entscheidung, welcher Film der beste ist. „Wir hatten fünf Filme in der engeren Auswahl und haben uns für ,Ich bin Schuld’ von Vico Rosenberg entschieden“, sagte Doris Janßen, Theaterleiterin des Casablanca. Zusammen mit Benjamin Witte vom Unikino Gegenlicht und Johanna Nobel vom Oldenburger Energiecluster bildete sie das Juryteam. Der Gewinnerfilm werfe einen besonderen Blickwinkel auf das Klimathema. Dabei würden die Gedanken und die Schuldfrage des Protagonisten zum Klima sehr unorthodox präsentiert. Zum Beispiel durch das sich permanent wiederholende Mantra „Ich bin Schuld“. Stark sei auch die abschließende Botschaft , dass Angst das Engagement im Kampf gegen die Klimaproblematik nicht unterbinden dürfe.

Rosenberg selbst war etwas überrascht, dass sein Film am Ende prämiert wurde. „Ich habe den gesamten Film nur an einem Tag produziert, weil ich es zeitlich nicht anders einrichten konnte“, berichtet der 24-jährige Student, der mit dem Gesamtergebnis aber sehr zufrieden ist.

Die Neuauflage

Zufrieden war am Ende des Premieren-Abends auch Jürgen Böse aus dem Organisationsteam. „Die Filme waren wirklich toll und qualitativ sogar ein wenig besser als im letzten Jahr“, so das Urteil des Kulturreferenten des Studentenwerks, der schon die Neuauflage des Wettbewerbs im Hinterkopf hat. „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir auch 2023 ein ,Spontan getan’ auf die Beine stellen. Die Zusammenarbeit zwischen Asta, Zwergwerk, Unikino und Studentenwerk hat wunderbar funktioniert. Und dass der Wettbewerb gut ankommt, zeigen die Teilnehmerzahlen, die in diesem Jahr deutlich gestiegen sind.“

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg
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