Oldenburg - Hier stehen alt und neu direkt nebeneinander und zeigen dabei einen Blick in die Vergangenheit und die Zukunft der Polizeiinspektion (PI) Oldenburg-Stadt/Ammerland am Friedhofsweg. Denn während einer der beiden Türme des Gebäudekomplexes mittlerweile in einer Fassade aus Aluminium-Streckmetallelementen steckt (Turm B), ist der zweite Turm immer noch mit Waschbetonplatten verkleidet (Turm A).
„Wir liegen voll im Zeitplan der Sanierung“, berichtet Katharina Rolfs vom Staatlichen Baumanagement, das das Projekt verantwortet. Alles in allem seien die Arbeiten, die derzeit in und am Turm B laufen, in den vergangenen Monaten gut vorangekommen. Einziges Problem seien aktuelle Lieferschwierigkeiten beim Sonnenschutz. Wenn weiter alles nach Plan laufe, könnten die Arbeiten im ersten der beiden Türme zum Ende des Jahres abgeschlossen werden.
Neue Fenster und Türen
Grund für das auf fünf Jahre angesetzte Projekt ist ein Gutachten aus dem Jahr 2019, aus dem die Sanierungsbedürftigkeit der Turm-Fassaden hervorgegangen ist. Laut Angaben des Staatlichen Baumanagements werden im Zuge der Arbeiten aber nicht nur alle Fassadenelemente aus Waschbeton abgetragen und durch die Alu-Elemente ersetzt.
Auch die Fenster, Türen und Sonnenschutzelemente werden entfernt und ausgewechselt. Erneuert werden zudem die Elektroinstallation, der Brandschutz sowie die Datenübertragungsnetze, die künftig aus Glasfaserleitungen bestehen sollen.
Herausforderung
Eine besondere Herausforderung des Projektes ist die Tatsache, dass der Polizeibetrieb während der Arbeiten weiterlaufen muss. „Ein Teil der Beamten, die eigentlich im Turm B arbeiten, sind in den Turm A gezogen. Der Rest der Kollegen arbeitet in Räumlichkeiten an der Raiffeisenstraße“, berichtet Andreas Hodde, Verwaltungsleiter der Polizeiinspektion.
„Wir hatten auch Probleme mit der Lieferung von Dämmmaterial, woraus sich ein Verzug der Arbeiten von vier Monaten ergeben hat. Dieser Rückstand konnte aber wieder aufgeholt werden“, sagt Projektleiter Tobias Haufe.
Die aktuellen Lieferschwierigkeiten in der Baubranche, die sich unter anderem aus dem Krieg in der Ukraine ergeben, hätten aktuell keine Auswirkungen auf das Sanierungsprojekt.
Rechtzeitig bestellt
„Wir haben unser Material rechtzeitig bestellt, so dass wir versorgt sind und auch von den enormen Preissteigerungen nicht betroffen sind.“
Das könne sich bei weiteren Ausschreibungen, die es im kommenden Jahr geben werde, jedoch ändern.
Ab April sollen laut Plan des Staatlichen Baumanagements die geplanten Arbeiten im Turm A beginnen. „Dann ziehen die Polizisten von dort in den bis dahin fertiggestellten Turm B“, erklärt Verwaltungsleiter Andreas Hodde das Vorgehen.
