Oldenburg - Der Trend hatte sich schnell abgezeichnet und setzte sich über eine Woche fort: Bei der Wahl zur schönsten Hütte auf dem Lambertimarkt siegte der Mini des Oldenburger Unternehmens „Sterne vom Himmel“. Die mit 2 mal 1,8 Meter kleinste Hütte stellte sich als großer Gewinn für den Oldenburger Weihnachtsmarkt heraus. Die farbenfroh aus dem dunklen Hintergrund heraus leuchtenden Sterne und Himmelshäuser, die dort – hübsch dekoriert – angeboten werden, ziehen die Blicke auf sich. Und vermutlich ist es gerade die geringe Größe der Bude, die besondere Gemütlichkeit ausstrahlt.
Mit 53 Prozent aller bis Dienstag, 12. Dezember, 12 Uhr, abgegebenen 926 Stimmen lag das Häuschen bei der Wahl vorne.
Die Jury für die schönste Hütte auf dem Lambertimarkt übergab am Mittwoch die Urkunde an Familie Meierdiercks.
Preis für Premiere
Die Stadt Oldenburg hatte wieder in Zusammenarbeit mit der NWZ zur Abstimmung über die schönste Hütte aufgerufen. Nominiert waren neben der Sterne-vom-Himmel–Hütte, „Artur’s Schlemmerparadies“ von Artur Jonczyk, Teehandel und Teeherstellung von Petra Lucas, die Champignon-Braterei von Peter Eisenhauer und das „Vive la Vie“ von Helmut Mondorf. Diese Vorauswahl hatte eine Jury, die aus Vertreterinnen und Vertretern von Stadt, Kirche, Schaustellern und NWZ bestand, getroffen. Am Mittwochabend fand die Preisverleihung für schönste Hütte statt.
Fast hätte es den Mini gar nicht auf dem Lambertimarkt gegeben. Mit einer großen Hütte sind die „Sterne vom Himmel“ schon seit vielen Jahren auf dem Markt vertreten.
„Als wir hörten, Oldenburg hat ein Problem, Kunsthandwerk für den Lambertimarkt zu finden, haben wir angeboten, erstmals mit einer weiteren kleinen Hütte zu kommen“, sagt Udo Bigeschke, der das Unternehmen zusammen mit Klaus-Michael Schade („Ton in Ton“, Gaststraße) führt. Nun freut man sich, dass diese Premiere auch bei den Besuchern gleich so gut angekommen ist.
Anfang und Ausbau
Im Jahr 2002 hatte Bigeschke den Weihnachtsmarkt-Import- und Online-Shop am Sackhofsweg als kleine Garagenfirma gegründet. Sie wurde zum Erfolg. „2015 sind wir zum Schagenweg umgezogen. Dort haben wir eine Halle gebaut“, erzählt der Oldenburger. Etwa 150 bis 160 Mitarbeiter beschäftige die Firma während der Saison. „Sonst sind es zehn. Aber wir haben das ganze Jahr über zu tun.“ Auf 30 Weihnachtsmärkten in Deutschland sei „Sterne vom Himmel“ mittlerweile vertreten: „Zwischen Leipzig, Köln und Hamburg“, sagt der 64-Jährige. Er habe früher mit Tee auf dem Weihnachtsmarkt gehandelt, Klaus-Michael Schade (71) da schon mit Sternen.
In ihrem gemeinsamen Unternehmen verkaufen die Oldenburger auch sogenannte Himmelshäuser – eine Eigenkreation, die sie sich europaweit haben schützen lassen. Die handgefertigten Leuchthäuser und Leuchtsterne aus handgeschöpften Papieren oder bedrucktem Karton kommen laut Udo Bigeschke aus Indien. Dort arbeite man seit 20 Jahren mit zwei Familienbetrieben zusammen. „Wir fliegen einmal im Jahr, im Frühjahr, rüber. Auch um neue Kreationen zu besprechen.“ Wie zum Beispiel das Modell der Mini-Weihnachtsmarkt-Hütte. Im Vergleich dazu ist die Mini-Gewinner-Hütte auf dem Lambertimarkt nun wiederum riesig.
