Oldenburg - Die Mitteilung ist ein Musterbeispiel für die Steuerung von Kommunikation: Die Oldenburgische Landesbank (OLB) gab am Mittwoch bekannt, dass sie „die Bedeutung größerer Standorte sowie insbesondere ihrer 16 regionalen Kompetenzcenter“ stärken werde. Übersetzt bedeutet das: Weitere kleinere Filialen werden geschlossen. Betroffen sind auch zwei Standorte in Oldenburg.
Demnach haben die Filialen an der Nadorster Straße 125/127 sowie in Osternburg an der Bremer Straße 55 keine Zukunft mehr. Letzter Öffnungstag in Nadorst soll am 22. Februar sein, in Osternburg ist nach derzeitigen Planungen am 5. April Schluss. Die Betreuung der Kunden aus den beiden Standorten werde auf den Filiale in Eversten beziehungsweise auf das Beratungscenter an der Heiligengeiststraße in der Innenstadt übertragen, heißt es von der OLB. Weitere Filialschließung gibt es zudem in Augustfehn (Ammerland) sowie in Schortens (Friesland).
Wieder weitere Wege
Damit wird das Filialnetz der Bank weiter ausgedünnt. Mitte 2020 war bereits die OLB-Filiale in Kreyenbrück geschlossen worden. Im Oktober desselben Jahres wurde das Ende für die SB-Filiale in Donnerschwee und den Standort in Ofenerdiek verkündet. Damals hieß es noch, dass die Beratung für die Kunden im Stadtnorden in der Filiale Nadorst „ausgeprägter und verlässlicher“ angeboten werden könne als an der Weißenmoorstraße. Nun werden die Wege noch weiter. Schon damals hatte der Bürgerverein Ofenerdiek daher von einer schlechten Nachricht gesprochen.
Die OLB indes ist von ihrem Weg, die Serviceleistungen auf wenige Standorte zu konzentrieren, überzeugt. Kunden könnten das Angebot für eine persönliche Beratung vor Ort, per Telefon oder per Video-Chat nach Terminvereinbarung an 45 Stunden pro Woche in Anspruch nehmen. Dies lasse sich nur in Kompetenzcentern sowie größeren Filialen dauerhaft gut darstellen, so Peter Karst, als Vorstandsmitglied der OLB verantwortlich für das Privatkundengeschäft.
„Wirtschaftlich sinnvoll“
„Uns ist bewusst, dass es Kunden gibt, für die der weitere Weg nicht einfach zu bewältigen oder alternativ das Beratungsgespräch per Telefon oder Video-Chat keine gewohnte Praxis ist. Aber genau dieses Angebot über verschiedene Kanäle wird in der Breite der Kundschaft immer stärker nachgefragt und von uns vorangetrieben, denn es bietet den Kunden mehr Flexibilität und höheren Komfort.“
Mit rund 40 von derzeit noch 50 Filialen im gesamten Nordwesten sieht sich die OLB gut aufgestellt. Drunter sind 16 sogenannte regionale Kompetenzcenter. Diese Größenordnung sei ein Rahmen, „in dem wir wirtschaftlich sinnvoll agieren können“, so Karst.
