Oldenburg - Ein Klassiker britischer Kriminalkomödien ist in dieser Spielzeit am Oldenburgischen Staatstheater zu erleben. „Ladykillers“ in der Regie von Gero Vierhuff feiert am 22. Januar, um 18.30 Uhr Premiere im Kleinen Haus.
Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen Film von William Rose aus dem Jahr 1955 und wird von Darstellerinnen und Darstellern der August-Hinrichs-Bühne in niederdeutscher Sprache gespielt.
Gaunerkomödie
Und darauf darf das Publikum sich freuen: Margaret Wilberforce (Marion Horst), eine reizende alte Lady, lebt gemütlich in ihrem Anwesen im nebligen London, kocht Tee und plaudert mit ihrem Papagei Mr. Gordon. Eines Tages klopft ein Gentleman (Alf Hauken) an ihre Tür. Er selbst nennt sich Professor Marcus und möchte ein Zimmer anmieten.
Mit von der Partie sind drei seiner Freunde. Gemeinsam geben sie vor, ein Streichquartett zu sein und dort den perfekten Probenort gefunden zu haben. Begeistert stimmt die Lady zu und lauscht ihren musikalischen Klängen, die jedoch vom Plattenspieler kommen. Denn eigentlich plant die Räuberbande einen Überfall. Und Mrs. Wilberforce ahnt nicht, dass sie bei diesem Coup eine zentrale Rolle spielt…
Gelungene Übersetzung
„Die britische Sprache trägt den Humor der Handlung im Original sehr gut. Meiner Meinung nach ist dies auch in der plattdeutschen Sprache der Fall, da sie viele Möglichkeiten bietet, Dinge sehr direkt auszudrücken“, so Dramaturgin Nora Hecker. Christiane und Cornelia Ehlers hätten in ihrer Übersetzung gute Formulierungen gefunden, um dem Humor des Filmklassikers treu zu bleiben. Gero Vierhuff habe beim Inszenieren sehr auf Rhythmus und Timing im Zusammenspiel der Darsteller gesetzt. „Ladykillers verbindet den nostalgischen Charme des Originals mit Impulsen des zeitgenössischen Theaters“. Dies zeige sich unter anderem im Bühnen- und Kostümbild, verspricht Hecker. Kreiert wurde beides von Marcel Weinand.
„Das Stück spielt im Haus von Mrs. Wilberforce, das sich über zwei Etagen erstreckt. In unserer Inszenierung ist es so, dass der Blick auf beide gleichzeitig gegeben ist“, ergänzt die Dramaturgin. So sei es für das Publikum möglich, beide Handlungsstränge parallel zu verfolgen.
Restkarten für Premiere
„Ladykillers“ ist eine mit viel Initiative und Herzblut der Darsteller kreierte Komödie, die ein Stück Nostalgie in die zeitgenössische Theaterwelt bringt. Man darf sehr gespannt sein. Aufführungen sind bis zum 3. Juni geplant. Für die Premiere sind noch einige Restkarten erhältlich.
