Oldenburg - Da war der wunderschöne Mercedes Benz SS von 1928 – ein Traum von Oldtimer. Wenig entfernt ein schicker MG NAS Magnette von 1934. Vom Mercedes 300 SL mit Flügeltüren ganz zu schweigen. Wer lieber Fahrzeuge der 60er und 70er Jahre bestaunte und Kindheitserinnerungen auffrischte, blieb beim Porsche Targa (1976) oder einem VW Käfer Cabrio (1979) stehen.

„Noch einmal kann ich das nicht“, Interview mit Jörg Schwarz, Veranstalter vom MSCO

Man muss kein Oldtimer-Fan sein, um an den liebevoll gepflegten Fahrzeugen Gefallen zu finden. Von Freitag bis Sonntag hatten die Oldenburger und viele Besucher von außerhalb wieder ausgiebig Gelegenheit. Bei bestem Sommerwetter stellten mehr als 90 Teams auf dem Parcours über den Schlosswall ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Als bestes Frauenteam landeten Katja Kruse und Katja Schwackenberg in ihrem Alfa Romeo Spider (1981) auf Platz 1. In der Gesamtwertung hatten Klaus und Karin Steffens mit ihrem BMW 323 i A Baur (1980) die Nase vorne. Nach dem Start auf dem Schlossplatz zur Graf-Anton-Günther-Rallye durchs Umland am Samstag hatten die Zuschauer am Sonntag erneut Gelegenheit, die Fahrzeuge aus der Nähe zu bewundern.

Beim Charity Lauf nahmen zahlreiche Teilnehmer auf Beifahrersitzen Platz und ließen sich gegen eine Spende durch die Stadt kutschieren.

Jörg Schwarz, Vorsitzender des Motorsportclubs Oldenburg, äußerte sich rundum zufrieden. „Wir hatten drei tolle Tage. Es hat sehr gut geklappt.“ Erstmals hatte der Verein das besonders arbeitsintensive abendliche Rennen am Freitag in Eigenregie organisiert. Der bisherige Partner Rosier stand nach dem Verkauf des Autohauses nicht mehr zur Verfügung.

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Schwarz hat nach dem großen Erfolg in diesem Jahr bereits weitere Pläne: „Meine Vision ist ein City Grand Prix über den Innenstadtring“, sagte der 60-Jährige der NWZ.

„Wenn wir Samstagnachmittag oder Sonntag die noch attraktivere Strecke fahren könnten, würden wir zusätzliche Teilnehmer und Zuschauer anlocken“, ist sich Schwarz sicher. „Es wäre logistisch ein großer Aufwand. Aber ich bin sicher, dass wir den bewältigen können.“

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Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)