Auf Einladung der inzwischen leider verstorbenen Vorsitzenden des Bürgervereins Kreyenbrück-Bümmerstede, Maria Bollerslev, habe ich am 19. Juni 2018 im Zuge des Kreyenbrücker Kulturfestivals einen Vortrag zu Kreyenbrück am Rande des hohen Moores gehalten. Dabei habe ich auf den noch urtümlichen Moorweg im östlichen Teil des Sperberwegs zwischen Bussardweg und Bahnhofsallee aufmerksam gemacht und angeregt, ihn unter Landschaftsschutz zu stellen. Sein Boden ist streckenweise noch sehr weich, er federt beim Betreten. Innerhalb der Stadtbebauung sind solche Moorwege, die typisch für die hiesige Landschaft waren, sehr selten geworden. Frau Bollerslev wollte für den Bürgerverein diesbezüglich an die Stadt herantreten, konnte die Sache aber nicht mehr verfolgen.
Als zwei Jahre später die EWE Netz lang versäumte Wartungsarbeiten an der parallel zum Moorweg liegenden Gasleitung nachholen und dafür großflächig roden wollte, fand der Weg dankenswerterweise in Bürgerinitiative, SPD-Ratsfraktion und Bürgerverein engagierte Verteidiger. Die EWE Netz zeigte sich sehr kooperativ und den jetzt erzielten Kompromiss kann man als ordentlich bezeichnen, auch wenn jeder Verlust alter Baumbestände schmerzt. Der Eingriff erfolgt nur noch linear unmittelbar über der Gasleitung und wird von umfassenden Renaturierungsmaßnahmen begleitet, was im Sinne des Naturschutzes begrüßenswert ist. Sehr hilfreich ist, dass der Wanderweg unter Beibehaltung einer natürlichen Oberfläche geringfügig verlegt wird, damit er künftig direkt über der Gasleitung verläuft. Damit sind sowohl deren künftige Instandhaltung als auch die Unterschutzstellung der umliegenden Reste ursprünglicher Natur- und Kulturlandschaft möglich, und die Sache kann ein gutes Ende finden.
