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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Kleine Giganten aus Oldenburg

21.04.2018

Osternburg Der Ton ist rau im Osternburger Sportpark. „Ihr müsst schneller werden“, ruft Stephan Othold den Jungen und Mädchen in den schwarz-gelben Trikots zu. „Wenn die euch am Samstag weglaufen, müsst ihr hinterherkommen!“

Auch Dirk Staab hat diesem Samstag entgegengefiebert. „Schiss hab’ ich“, sagt er, während er seinen Spielern zuschaut. „Aber es wird Zeit, dass es losgeht.“ Staab ist Cheftrainer der Oldenburg Outlaws Younggunz, dem jüngsten Nachwuchsteam der American Football Abteilung des GVO. Othold trainiert die Verteidigung der Flag-Football-Mannschaft.

Nur Blocken ist erlaubt

Nicht nur ihre Mannschaft, auch die Trainer betreten an diesem Samstag neues Terrain. Denn jetzt startet die neue Saison – die allererste für die Nachwuchs-Footballer. „Wir haben keine Ahnung, wo wir leistungsmäßig stehen“, sagt Staab. Und dann geht es auch noch nach Hildesheim. Die Invaders spielen bereits seit 1983 Football, entsprechend lang gibt es dort auch Nachwuchsarbeit.

Eine Variante des American Football

Flag Football ist eine Variante des American Football. Die Regeln sind nahezu gleich. Nur Körperkontakt ist nicht erlaubt, Frauen und Männer können zusammen spielen. Statt elf Spielern sind pro Team nur neun auf dem Feld.

Wie im American Football muss der eiförmige Ball in die gegnerische Endzone getragen werden. Ein Spielzug endet dann, wenn die Flagge des Ballträgers abgerissen wird.

Die Younggunz trainieren dienstags, 16.45 bis 18.30 Uhr, und freitags 17.45 bis 19.30 Uhr im Sportpark Osternburg.

   

   www.bit.ly/younggunz-ol

Bei den Outlaws aus Oldenburg wurde die Jugendabteilung erst im Herbst 2015 gegründet, ein halbes Jahr später wurde sie wegen des regen Zulaufs geteilt: in Vollkontakt und Flag Football. „Wir spielen mit Semikontakt“, sagt Staab. „Blocken ist erlaubt, tacklen nicht.“

Deshalb spielen die Younggunz auch ohne Helm und Schulterpads – dafür aber mit blauen Fähnchen an den Hüften. Die „Flags“, die der Football-Variante ihren Namen geben, machen harte Tacklings wie beim klassischen American Football überflüssig. Denn nicht Bodenkontakt, sondern eine abgerissene Fahne des Ballträgers beendet einen Spielzug. Ansonsten ist die Ähnlichkeit zum harten US-Sport offensichtlich. „Wir spielen sogar dieselben Spielzüge wie das Männer-Team“, sagt Staab.

Insgesamt sind das zwölf – plus Varianten. „Die meisten habe ich im Kopf“, sagt Luca-Miguel Bennewitz, Quarterback der Younggunz – zumindest meistens. Denn die Spieler werden auf mehreren Positionen eingesetzt. Spielmacher Bennewitz ist mit 14 Jahren einer der Älteren im Team, die jüngsten sind gerade einmal sieben – und zum Teil drei Köpfe kleiner als ihre Teamkollegen. „Das macht aber nichts“, sagt Bennewitz. „Wir halten alle zusammen. Wir sind eine Familie.“

Alle werden gebraucht

Das gilt nicht nur für das Alter. „Das schöne am Football ist, dass ich alle gebrauchen kann“, sagt Staab. „Die großen Dünnen genauso wie die kleinen Dicken.“ Denn wer unter dem Radar fliegt, stibitzt dem gegnerischen Quarterback auch mal die Flagge ohne vorher gesehen zu werden. Dementsprechend ist auch die Stimmung. Als Fenja, mit sieben Jahren die Jüngste, für die Koordinationsübung länger braucht als die anderen, feuern sie alle an.

Mehr als 30 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 16 Jahren zählen zu den Younggunz, zum Training kommen oft mehr als 25. Dabei sind auch fünf Mädchen – und die geben vor allem in der Verteidigung den Ton an.

Den „Schiss“ seines Trainers teilt Bennewitz übrigens nicht. „Ich bin sicher, dass wir das schaffen“, sagt er. „Ich freue mich auf die Liga.“

Robert Otto-Moog
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2111

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