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Energiewende Noch viel Potenzial auf Oldenburgs Dächern

Eilert Freese
Eine Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim: Das soll in Oldenburg bald auf viel mehr Dächern die Regel sein.

Eine Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim: Das soll in Oldenburg bald auf viel mehr Dächern die Regel sein.

Archiv

Oldenburg - Das Interesse an einer Photovoltaikanlage zur Reduzierung des Energieverbrauchs war groß bei den rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im „Litfaß“. Die Initiatoren der Initiative „Photovoltaik for Oldenburg“ (PV4OL) Lutz Dröge und Rainer Detjen sind überzeugt: Die Energiewende und ein klimaneutrales Oldenburg sind nur mit einem starken Ausbau der Photovoltaik zu realisieren. Dröge und Oetjen handeln nicht kommerziell und sie richten sich ausschließlich an private Haushalte.

Hausbesitzer zögern

Unterstützt werden sie dabei von der Stadt. Die beiden Männer wollen durch einen Leitfaden informieren, motivieren wollen sie durch Beratungskampagnen vor Ort und in den Vierteln Oldenburgs. Sie wollen Kontakte vermitteln zu Musterhäusern, städtischen Ansprechpartnern für Förderungsangeboten von Stadt und Land und Umsetzungspartnern wie Installateuren, Haustechnikern und Planern. Mittelfristig wünschen sie sich, dass bis 2025 jedes zweite Oldenburger Dach mit Photovoltaik ausgestattet ist.

Zurzeit sind nach Angaben der Initiatoren lediglich rund fünf Prozent der privaten Oldenburger Dächer mit Photovoltaik ausgestattet. Ein Großteil der Häuser im Stadtgebiet und Umgebung ist nach Meinung der Fachleute gut bis sehr gut für Photovoltaik geeignet. „Photovoltaik auf Dächern ist ein wesentlicher Baustein der künftigen Vollversorgung mit grünem Strom“, so Dröge.

Einfache Umsetzung

Die Initiatoren haben festgestellt, dass ein Großteil der Bevölkerung bereit ist, aktiv etwas für die Energiewende zu tun. „Das Photovoltaik-Beratungsangebot in der Stadt Oldenburg ist vielfältig und ist einfach zu realisieren und das System ist wirtschaftlich vertretbar,“ so Detjen. „Und trotzdem zögern noch viele Hausbesitzer, aktiv zu werden.“ Das könne daran liegen, dass die Erlangung eines umfassenden Überblicks zum Thema und zur Etablierung einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenem Dach immer noch eine hohe Eigeninitiative erfordert. Viele Einzelaspekte sind zu klären: Steuer, Rentabilität, Dauerhaftigkeit.

Dröge und Detjen versprechen bei ihren Infoabenden alle zum Photovoltaik-Verständnis wichtigen Fragen in verständlicher Form zu beantworten. Sie setzen auf die Motivation des Einzelnen. Sie sprechen von einem „Kochrezept“, das in einfacher Form umgesetzt werden kann.

Beitrag zur Energiewende

Dröge sagt: „Photovoltaik auf dem eigenen Dach ist ein direkt umsetzbarer, privater Beitrag zum Gelingen der Energiewende“.

Auch, wenn auf dem ersten Blick eine Photovoltaikanlage sich durch Schatten oder ähnliche Verhältnisse nicht lohne, sollte man eine Überprüfung durch einen Fachmann nicht scheuen, so die Initiatoren. Der Wirkungsgrad einer Anlage sei abhängig von der Himmelsrichtung und der Modul-Neigung. Jedes Oldenburger Dach ist in einem Kataster erfasst. (siehe: https://www.solare-stadt.de/oldenburg/Solarpotenzialkataster). Man werde nun „von Viertel zu Viertel gehen“, um Info- und Motivationsabende zu veranstalten.

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