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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

1,8 Oldenburger in jeder Wohnung

01.09.2015

Oldenburg Wenn es um die Zahl der Wohnräume in Oldenburg geht, kann eigentlich nur eine Mengenangabe realistisch herhalten: viel zu wenig.

Eine andere Einheit würde wohl kein Wohnungssuchender in dieser Stadt akzeptieren. Und dennoch sind die tatsächlichen Zahlen eines genaueren Blickes wert.

In Oldenburg stehen 43 113 Wohngebäude – und die beherbergen damit knappe 160 000 Einwohner. Macht 3,7 Menschen pro Haus, egal welcher Geschossigkeit. Das wiederum klingt damit doch durchaus unproblematisch.

Dann gibt es da noch die Zahl der Wohneinheiten – das waren zur Jahresfrist 84 359. Damit ist Oldenburg dann schon bei einem Schnitt von 1,89 Bewohnern pro Wohnung. Nimmt man dann noch die Zahl der Einheiten in sogenannten „Nichtwohngebäuden“ der Stadt hinzu – also Bauten, bei denen der Wohn-Sinn nicht vorrangig ist und mehr als die Hälfte der Fläche anderen Zwecken dient –, sind es sogar nur noch 1,80 Menschen in 88 504 Oldenburger Wohnungen.

Hier finden Sie alle Folgen der Serie „Zahlen, bitte!“

Warum also ein solcher Mangel an Wohnraum? Das erklärt sich nicht nur mit weiteren Zahlen, sondern auch mit persönlichen Befindlichkeiten, dem demografischen Wandel und dem ganz allgemeinen veränderten Sozialverhalten in dieser Gesellschaft: Immer mehr Menschen wohnen alleine, immer mehr wollen ihre Freiheiten, immer mehr fordern damit auch mehr Wohnraum für sich allein. Und den können sie offenbar auch haben.

Mehr als 88 Prozent (!) aller Wohneinheiten in Oldenburg haben drei Räume oder mehr. Geradezu lächerliche zwölf Prozent also sind in Oldenburg damit 1-Raum- (3817) oder 2-Raum-Wohnungen (6570). Das deutlich überraschende Gegenstück: 20 979 Wohnungen sind laut statistischem Landesamt mit gleich sechs oder mehr Räumen ausgestattet.

Ungefähr die Waage halten sich da die anderen Oldenburger Mehr-Räumer: 16 248 Wohnungen weisen fünf Zimmer aus, 22 493 noch vier Zimmer, 18 397 bestehen aus drei Räumen. All diese könnten ja durchaus sehr viel effizienter gefüllt werden – allerdings müssten sich darüber dann nicht Stadtplaner, sondern eher Philosophen, Psychologen und Sozialwissenschaftler ihre Gedanken machen.

So bleibt es beim alten Problem: Die Stadt hat viel zu wenig Wohnraum. Will sie weiter wachsen, braucht es dessen sehr viel mehr.

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107
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