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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Verkehr In Oldenburg: Mutiert das Fahrrad-Mekka zur Autostadt?

23.05.2016

Oldenburg Stickoxide und Feinstaub über den Grenzwerten, Staus auf den Hauptverkehrsadern, nervige Parkplatzsuche – die Verkehrsprobleme in Oldenburg nehmen zu. Während die Politik nach Lösungen sucht, nennt die Zulassungsstatistik einen einleuchtenden Grund für Enge und dicke Luft: Allein die Zahl der in der Stadt zugelassenen Personenwagen und Kombis ist von 2007 bis 2014 um fast 10 000 von 73 447 auf 83 194 gestiegen – eine Zunahme um 13 Prozent.

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Viele Autos, wenig Bahn

Rechnet man alle weiteren Fahrzeuge – also Lastwagen, Zugmaschinen, Motorräder und Busse dazu, stieg die Zahl von 84 370 im Jahr 2007 auf 94 640 Ende 2015. Die Zahl der Elektroautos lag den Zahlen zufolge Ende 2015 bei 45. Das sind 0,05 Prozent aller zugelassenen Personenwagen. Auf dieser Ebene dürfte also mittelfristig keine Entlastung in Sachen Luftverschmutzung zu erwarten sein.

Pro 1000 Einwohner waren Ende 2015 nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes in Oldenburg 588 Autos zugelassen. 2011 waren es 509 gewesen. Die aktuelle Zahl befindet sich im Mittelfeld der Städte im Regierungsbezirk Weser-Ems: In Osnabrück sind es 586 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner, in Wilhelmshaven 587, in Delmenhorst 608 und in Emden 546. Deutlich wird in der Statistik, dass die Menschen auf dem Land offenbar deutlich stärker auf das Auto angewiesen sind: Die Dichte pro 1000 Einwohner beläuft sich etwa im Ammerland auf 781, im Landkreis Oldenburg auf 765 und in der Wesermarsch auf 705. Und viele nutzen ihre Autos zum Einkaufen in oder zum Pendeln nach Oldenburg.

Auch über die Zahl der Menschen, die täglich zum Arbeiten nach Oldenburg kommen oder von hier aus zu einem Arbeitsplatz andernorts fahren, gibt das Statistische Jahrbuch der Stadt Auskunft: Zum Stichtag 30. Juni 2014 waren in der Stadt Oldenburg 76 844 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 38 336 oder 51,2 Prozent dieser Stellen waren von Einpendlern besetzt, während gleichzeitig 20 139 Oldenburger regelmäßig zu einem Arbeitsplatz außerhalb der Stadt pendelten. 1996 hatte der Anteil der Einpendler übrigens noch 45,4 Prozent betragen und nur rund die Hälfte der heutigen Auspendler (11 814) arbeiteten anderswo.

Während also die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen in Oldenburg auf breiter Front zunahm, blieb der Straßenraum nahezu gleich.

Wenn es in der politischen Debatte um Themen wie mehr Platz für Radler, weitere Busspuren oder allgemein entspanntere Zustände auf den Ein- und Ausfallstraßen geht, herrscht Schulterzucken: Die Siedlungsstruktur der Stadt lässt Verbreiterungen nicht zu.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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