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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

86 Christstollen und 1000 Karten

03.06.2017

Oldenburg Patricia Dassler arbeitet seit drei Jahren ehrenamtlich im Ronald McDonald-Haus. Von der Vorstellung ihrer Kollegin Nancy Wagner, die seit 15 Jahren dort arbeitet, in der Ehrenamtlichen-Serie erfuhr sie aber erst am Morgen aus der Zeitung: „Die kenne ich doch.“

Vorgeschlagen worden war Nancy Wagner auf NWZ-Nachfrage von Hausleiterin Iris Neumann-Holbeck. Für Patricia Dassler war klar, dass sie Nancy Wagner ihre Stimme geben würde. „Das Haus ist eine tolle Einrichtung. Es ist in diesen schwierigen gesundheitlichen Situationen der Kinder wichtig und schön, wenn die Eltern so nah dabei sein können.“ Aber auch die Ehrenamtlichen selbst würden dort gut betreut.

Ihre weitere Stimme hat Patricia Dassler Wolfgang Buddeberg von der Bahnhofsmission gegeben, der von den vier vorgestellten männlichen Ehrenamtlichen in dieser Woche auch die meisten Stimmen der Leserinnen und Leser erhalten hat. Sie sagt: „Die Bahnhofsmission ist mir sympathisch, die finde ich wichtig. Die machen einen tollen Job da, die brauchen wir.“

Lob für Schwarz-Weiß

Alexandra Beeth, die ebenfalls an der Ehrenamtlichen-Aktion „Oldenburger des Jahres“ von NWZ und Volksbank teilgenommen hat und ebenso wie Patricia Dassler gezogen wurde, hat ihre Stimmen Iris Horn und Ralf Deckers gegeben. Bei Iris Horn, die die meisten Stimmen der Leser erhielt, beeindruckt sie, dass die Ehrenamtliche aus der Nikolai-Gemeinde „das mit 76 Jahren so intensiv macht“.

Beeindruckt ist sie auch von Ralf Deckers, den sie durch das jüngste Bauprojekt von Schwarz-Weiß Oldenburg als Architektin persönlich kennengelernt hat. Die neue Schwarz-Weiß-Halle ist vor drei Wochen eröffnet worden. Alexandra Beeth sagt: „Herr Deckers hat dieses Bauvorhaben mit einer unglaublichen Energie hochgezogen. Das hat uns alle im Büro beeindruckt. Er hat sich über die drei Jahre neben seiner ebenfalls ehrenamtlichen Vorstandsarbeit voll reingehängt. Man konnte ihn immer anrufen, er war immer erreichbar und immer nett. Ein toller Bauherr.“

Wie viele andere Leser war Petra Witte auch von Iris Horn und ihrer Arbeit besonders angetan. „Ich fand sie sehr sympathisch, und was sie sich da für eine Arbeit macht, das Beispiel, allein 86 Christstollen und 1000 Fotopostkarten für einen Adventsmarkt für Brot für die Welt zu backen/ zu basteln, das ist enorm.“

Schön findet sie auch die Arbeit, die Rolf Plewa leistet. Der Integrationslotse im Bereich der Agentur Ehrensache der Stadt kümmert sich um die Anliegen von Flüchtlingen und Migranten. Petra Witte sagt: „Ich fand schon das Foto toll, wie er da beim Essen so mittendrin sitzt. Ich finde, dass diese Menschen hier einen guten Start brauchen, und dann müssen sie selber was draus machen.“

Keine Einbahnstraße

Petra Witte engagiert sich deshalb ebenfalls in diesem Bereich und sammelt alles, was nötig ist, für eine Flüchtlingsfamilie in der Klasse ihres Sohnes und seit Jahren auch Turnschuhe und Badesachen für die Kinder, die aus Tschernobyl im Sommer nach Oldenburg kommen. Sie sieht die Notwendigkeit, aber sie macht das auch gerne – zumal zumeist auch etwas zurückkommt: „Inzwischen kommen die Kinder aus der Flüchtlingsfamilie mit selbst gebackenen Sachen, die sie uns bringen. Da entwickelt sich auch eine Beziehung.“
Die nächsten acht Ehrenamtlichen werden am Dienstag, 6. Juni, vorgestellt. Am Ende der vier Vorstellungsrunden wird von einer Jury aus den 16 Ehrenamtlichen mit den meisten Leserstimmen der „Oldenburger“ und die „Oldenburgerin des Jahres“ gewählt – und am 29. August im Saal des Schlosses mit allen Vorgestellten gefeiert.