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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Fremdenfeindlichkeit: Anonymer Brief ärgert Familie

06.07.2015

Oldenburg „Wir brauchen keine Türken in der Feldstraße! Geht dahin, wo ihr herkommt!“

Zwei Sätze nur, die bei Anna Filbert-Dayibas und Tolga Dayibas dennoch ein gewisses Unwohlsein verursacht haben. Geschrieben auf rosafarbenem Briefpapier, verschickt in einem babyblauen Umschlag – und am Mittwoch dann schließlich der Polizei übergeben und zur Anzeige gebracht. Allzu viel Aufmerksamkeit wollte die Familie einem solchen anonymen Hassbrief eigentlich nicht schenken, weil man sich in der Nachbarschaft doch bestens aufgehoben fühlt und dort einen schönen, ehrlichen Umgang miteinander pflegt.

Aber: „Fremdenfeindlichkeit zu ignorieren – das bedeutet, sie zu tolerieren“, sagt Anna Filbert-Dayibas, „und dagegen möchten wir ein Zeichen setzen, zumindest in den Dialog gehen“.

„Kein Schimmer“

Denn: Einen ähnlichen Schmähbrief oder gar offene Beleidigungen habe es nie zuvor gegeben. Die Pädagogin und ihr Mann – ein Oberschullehrer mit türkischer Abstammung – sind wie ihre Kinder allesamt in Deutschland geboren und aufgewachsen. Das Eigenheim in der Feldstraße, Ortsteil Bürgerfelde, bewohnen sie seit etwas mehr als einem halben Jahr.

„Unsere Nachbarn haben auch keinen blassen Schimmer“, sagt Filbert-Dayibas, „unsere Bekannten und Freunde in der Straße grenzen sich auch deutlich von dem Schreiben ab und können es nicht nachvollziehen“.

Starke Gemeinschaft

Zudem: Ein Postskriptum in diesem Schreiben – „P.s.: Scheiss Patchwork-Family!“ – ist nicht nur falsch geschrieben, sondern auch faktisch nicht korrekt. Alles Gründe, die die Familie zwar irritiert, aber eben auch nicht über Gebühr aufregt haben. Man weiß sich in der Feldstraße in einer starken Gemeinschaft. Auch wenn in dem Brief von einem „Wir“ die Rede ist.

Wo auch immer dieser Brief herkommen mag: Eine Drohung ist er nicht, sehr wohl aber verletzend. „Vielleicht hilft es uns zu wissen, dass dies nicht die Meinung der Oldenburger Mehrheit widerspiegelt“, sagt Anna Filbert-Dayibas. Und dessen kann sie sich sicher sein.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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