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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Appelle zur Präsentation der Reiterstatue

02.04.2019
Betrifft: „Beim Grafen gilt für zwei Wochen der Videobeweis“ und Kommentar „Falsche Aussage“ von Thomas Husmann (NWZ vom 20. März) und nachfolgende Berichte

Was hat Thomas Husmann bei seinem Kommentar zur Aufstellung des Reiterstandbildes wohl geritten? Vor zwei Jahren, zum 350. Todestag von Graf Anton Günther (NWZonline.de - 20.04.2017), schrieb er noch einen ziemlich sachlichen Bericht über das Lebenswerk des Grafen, der mit folgenden Sätzen endete: „Für Oldenburg ist der Graf eine Marke – ein Markenzeichen sozusagen. Viele fühlen sich heute in seiner Tradition dem Frieden verpflichtet, sind tolerant, ausgleichend, ruhig, unaufgeregt und offen – Oldenburger eben“.

In seinem Kommentar vom 20. März 2019 zieht Herr Husmann nun plötzlich über den Grafen her: ... „Und es ist außerdem höchst fragwürdig, einem Aristokraten, der sich auf Kosten seiner Leibeigenen ein feines Leben im Schloss gemacht hat, ein Denkmal zu setzen.“ Ferner ist es für Herrn Husmann eine Legende, dass der Graf durch sein geschicktes Handeln (...) Oldenburg im Dreißigjährigen Krieg gerettet hat. Beide Behauptungen sind schon lange von Historikern widerlegt.

Werner Birken
Wiefelstede-Ofenerfeld

Der Bericht über das Graf-Anton-Günther-Standbild sowie der Kommentar des Autoren Husmann hat mich sehr geärgert. Graf Anton Günther gehört zu Oldenburgs Geschichte, auch wenn er vielleicht nicht nur gute Taten vollbracht hat. Aber welche angesehene Person oder welcher Politiker vollbringt nur Gutes? Meiner Meinung nach gehört das Standbild zum Schloss und sollte dort auch nach dem 14. April verbleiben. Das dieses in der Vergangenheit bei einer „Autowaschstraße“ aufgestellt war, ist ein Schande! Auch im Schloss kann man das Leben und die Lebensweise von Graf Anton Günther besichtigen. Sollte er so viel Schlechtes vollbracht haben, müsste dieses ja auch entfernt werden. Graf Anton Günther gehört zur Geschichte von Oldenburg, ganz so wie Peter Friedrich Ludwig, von dem auch eine Statue auf den Schlossplatz steht. Oldenburg ist eine moderne, aufstrebende Stadt, das ist gut; aber die Geschichte sollte man nicht einfach wegbeamen.

Jutta Busche
Oldenburg

Verglichen mit dem Schrotthaufen beim Arbeitsgericht finde ich das Reiterstandbild prächtig! Mit Kitsch hat das nur wenig zu tun. Wir sollten Herrn Milde mit seiner Meinung unterstützen.

Lothar Carrels
Oldenburg

Kitschig, anachronistisch und fehlerhaft: Seit Jahren wird vehement gegen eine Aufstellung des Grafendenkmals in Oldenburg argumentiert, während eine große Zahl von Oldenburgern sich dafür ausspricht. Könnte ein etwas anderer Blick helfen, den Graben zwischen den Lagern zu diesem Thema zu überwinden? Dieser Graf Anton Günther (1583-1667) auf seinem Pferd ist sicher kein Reiterstandbild, wie es im 19. Jahrhundert für einen Regenten errichtet worden wäre, sondern vielmehr das Gegenbild eines solchen: Da sitzt kein Imperator, sondern ein alter Mann auf seinem Pferd, dem es jedoch durch kluge Diplomatie und vielleicht Lebensweisheit gelang, die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges mit tausendfachem Tod vom Oldenburger Land fernzuhalten. Dieses Standbild zeigt keine Herrscherpose und gehört deshalb auch auf keinen Sockel. Es sollte aber aufgestellt werden. Denn dann könnten die Oldenburger ihre Kinder hinter diesen alten Grafen aufs Pferd setzen und von Anton Günther erzählen – und mit etwas Humor vielleicht von den hitzigen Debatten um dieses Anti-Denkmal in Oldenburg.

Dr. Ruth Irmgard Dalinghaus
Oldenburg

Mit dem Ablauf der Genehmigung für die Präsentation des Reiterstandbildes sollten meines Erachtens auch die seit etwa zehn Jahren erfolgten Diskussionen, Meinungsforschungen usw. beendet sein. Empfehlung an den Stadtrat: Zwei geduldete Standplätze zur Auswahl stellen und mit A und B versehen. Dann die Wahl mit einer Münze wie die Platzwahl vor einem Fußballspiel vornehmen. Geschätzte Dauer ca. 30 Minuten unter Verzicht auf Diskussionen.

Fritz Göllner
Oldenburg

(...) Ob der Graf Gutes für Oldenburg geleistet hat oder eher jemand war, der um seine Macht und Vermögen Willen die damaligen Bürger und das Umland benutzt hat, ist doch unter Berücksichtigung der jeweiligen Zeit zu beurteilen. Ich meine, dass es Oldenburg gut zu Gesicht stünde, dem damaligen „Chef“ ein Denkmal zu setzen. Sicher mag man über Kunst streiten, aber wenn ich mich in Oldenburg umschaue, finde ich sehr viele Kunstgebilde, die zum Teil an Perversität und Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten sind. Da hat unser Graf trotz einiger Makel und den „Kritteleien“ mancher Kunst-„Banausen“ immer noch vor den anderen ein recht positives Erscheinungsbild. Vielleicht kann er im Schlossgarten endlich Ruhe finden, und Aufreger könnten sich dort unter Bäumen, auf einer Wiese an der Flora erfreuen und abregen. So schlimm wird der Anblick schon nicht sein. Herr Milde hat’s gesagt: „Lasst (die Meinung) von Milde walten.“ (...)

Rainer Kissel
Kirchhatten

Der Künstler Bernd Eylers hat Pech gehabt, dass er nicht eine Gießerei gefunden hat, die das Standbild größer gießen konnte. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und habe beide Standbilder im gleichen Abstand fotografiert. Da wirkt der Graf schon als Pony-Reiter. Schade. Der Künstler wird gemerkt haben, dass das Standbild vor dem Schloss doch ein bisschen verloren aussah; zumal es nicht auf einem entsprechendem Sockel stand. In Oldenburg gibt es viele sehr reiche Bürger. Eine Sammlung für ein imposantes Standbild ist dem Künstler zu wünschen.

Horst Rockel
Oldenburg

Zur leidigen Debatte um Denkmal oder nicht: Der „Erfinder der gleichnamigen Straße soll also kein Denkmal haben, weil sein Reichtum auf der Knechtschaft des Volkes beruhe. Also so wie bei Borsig, Mannesmann, Krupp? Oder eher bei den postmonarchischen Politikern, die das Steuersäckel weit für ihre Bezüge und Diäten öffnen?

Dann lasst uns die Spuren dieser unerträglichen Geschichte tilgen: weg mit dem Standbild, weg mit den Anton-Günther-Straßen im Lande, weg mit dem Schloss, weg mit Fräulein Maria von Jever, weg mit dem Aachener Karlspreis und nicht vergessen, aus der Bibel König Herodes zu streichen! Ich meine übrigens, sehr wohl ein Denkmal für einen Adeligen gesehen zu haben, welches nach 1918 errichtet wurde. Die Besucher Bodenwerders erinnern sich bestimmt an den Brunnen mit dem Pferd des von Münchhausen. (...) Ob ich persönlich die Grafenstatue schön finde? Nein – aber er gehört nun mal zu Oldenburg.

Hartmut Rocker
Oldenburg

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