• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Arbeiter räumen besetztes Haus

19.09.2013

Oldenburg Hausbesitzer Peter Thomas hat am Theaterwall 24a Fakten geschaffen: Arbeiter bauten am Mittwochmorgen ab 8 Uhr die Fenster des bis dahin besetzten Hauses aus und trugen die Möbel der Hausbesetzer in den Garten und in einen Container.

30 Sympathisanten der Hausbesetzer und die Polizei beobachteten die Szene – zunächst ohne einzugreifen. Peter Thomas rechtfertigte die faktische Räumung des Gebäudes mit vorbereitenden Arbeiten zur bevorstehenden Sanierung. Das Haus muss winterfest gemacht werden, hatte die Stadtverwaltung verfügt. Im Februar des Jahres hatten Arbeiter damit begonnen, das Dach des zu diesem Zeitpunkt seit fast zwei Jahren besetzten Hauses abzureißen, und die Ziegel sowie Regenrinnen wurden entfernt. Für diese Tätigkeit an dem denkmalgeschützten Bau fehlte aber die entsprechende Genehmigung. Das städtische Amt für Umweltschutz und Bauordnung stoppte daraufhin die Arbeiten und legte die Baustelle still. Die Abbruchfirma war mit einem Container angerückt. Dass es sich um ungenehmigte Arbeiten handelte, wurde erst durch eine NWZ -Anfrage klar. Weder Polizei noch Stadtverwaltung wussten damals von dem Abbruch. Das Haus wurde später mit einer grünen Folie auf dem Dach gegen Witterungseinflüsse gesichert.

Nach Angaben der Hausbesetzer gab es für die Räumung des Hauses am Mittwochmorgen zu dem Zeitpunkt keine rechtliche Grundlage. Die zeitgleich laufende Verhandlung vor dem Amtsgericht habe sich zudem gegen den Verein Haus Friedensbruch, nicht aber gegen die Bewohner des Hauses gerichtet. Eine Stellungnahme des Amtsgerichts war am Mittwochnachmittag nicht zu bekommen. Die Arbeiter zerschlugen die Toilette in dem Haus und rissen Böden auf.

Faktisch ist das Haus noch im Besitz von Peter Thomas, der es allerdings an den Oldenburger Bauunternehmer Lambert Lockmann verkauft hat. Der Kaufvertrag wird allerdings erst dann gültig, wenn das Haus unbewohnt ist.

Lockmann der auch die Gebäude Theaterwall 20a, 22, 22a, 24, Gaststraße 20a sowie Burgstraße 3 und 5 gekauft hat, möchte das Sanierungsgebiet Burgstraße weiter voranbringen. Lockmann versichert, das Haus Theaterwall 24a zu sanieren. Darüber hinaus plant er den Bau einer Tiefgarage, die an die vorhandene Theater-Tiefgarage „angedockt“ und mit ihr verbunden wird. Das Haus Burgstraße 5 wird abgerissen. Entstehen sollen auf dem Gelände zweigeschossige Bauten mit Dachgeschoss für Wohnen (oben) und Handel (im Erdgeschoss).

Das Haus Gaststraße 20a wird in Teilen abgerissen, wogegen sich der Mieter, Brautmoden-Inhaber Raphael Wackrow, wehrt. Er hat einen bis 2019 gültigen (in Teilbereichen von Thomas gekündigten) Mietvertrag beziehungsweise anhängenden Duldungsvertrag. 50 000 Euro sind Wackrow geboten worden, um das Mieterverhältnis zu beenden. Wackrow bedauert, dass mit ihm nicht gesprochen werde. Über einen Anwalt fordert der Mieter seit einiger Zeit schriftlich Stellungnahmen ein –  bisher ohne Erfolg.

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2104
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.