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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Auf der Suche nach dem letzten Wähler der SPD

03.05.2016

Oldenburg Kanzlerin Merkel, Verteidigungsministerin von der Leyen und AfD-Chefin Petry: Hochrangige politische Gäste am Sonntagabend in der Kulturetage. Ungeachtet politischer Kontroversen standen sie gemeinsam auf der Bühne. Hinter diesem kleinen Politikerinnentreffen stand die Satiresendung „NDR-Info-Intensivstation“.

Deren satirischer Monatsrückblick tourt regelmäßig durch Norddeutschland. Bereits zum vierten Mal begrüßte Moderator Axel Naumer zahlreiche Kabarettgrößen in Oldenburg. Mit dabei: Finanz-Guru Chin Meyer. Er verrät den Zuhörern (fast) legale Geldanlagetipps. Allerdings wundere er sich, dass es so viele Prominente mit ihrem Geld nach Panama geschafft hätten, wenn Uli Hoeneß nur bis Zürich kam. Parodie-Talent Antonia von Romatowski zählt fest zum Ensemble. Blitzschnell schlüpft sie in die Rollen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht oder „Angie Merkel“. Den Deutschlandbesuch von US-Präsident Obama kommentiert die „Kanzlerin der Herzen“ wie folgt: „Da schlug mir das Herz natürlich sehr, sehr hoch. Obama wollte seinen Arzt rufen, aber Abhören unter Freunden geht natürlich gar nicht.“

Der Höhepunkt jedes Monatsrückblicks ist das Live-Hörspiel, in dem Privatermittler Harry Stahl alias Jean-Michel Räber mit akustischer Unterstützung auf Spurensuche geht. Dieses Mal führt es den Ermittler, wie könnte es anders sein, nach Oldenburg, wo bei einer Mai-Kundgebung der „letzte SPD-Wähler“ entführt wird. Ermittler Stahl versucht den Entführer ausfindig zu machen.

Dieter Bohlen will es nicht gewesen sein und so kommt nur noch eine Oldenburger Persönlichkeit ins Spiel: Beatrix von Storch, geborene zu Oldenburg. „Haben Sie den letzten SPD-Wähler entführt?“ fragt Ermittler Stahl. „Ich entführe nicht, ich führe – und zwar geradeaus nach rechts“, entgegnet sie. Sie plane schon in zwei Jahren auf „Ihrem Schlossplatz“ als anerkannte Fürstin zu sprechen. Doch auch bei ihr gibt es keine Spuren zum Verschwinden des letzten SPD-Wählers.

Letzten Endes findet sich der Entführte im Everstener Moor wieder. Es ist Jan Böhmermann. „Wie weit darf Satire gehen?“, fragt sich Ermittler Harry Stahl. Im Nu ist die Stunde der Aufzeichnung herum. Das Publikum ist begeistert und klatscht minutenlang Beifall. Ein bisschen so wie bei der ersten Aufzeichnung:

„Intensivstation-Chefarzt“. Stephan Fritzsche kennt den ganz besonderen Bezug zu Oldenburg: „Wir waren hier zum ersten Mal 2008 mit unserer ersten Live-Aufzeichnung. Damals haben wir drei Stunden am Stück aufgenommen ohne Pause und die Oldenburger fanden das toll.“ Vier Mal waren sie nun in der Kulturetage und sie kommen bestimmt auch wieder. „Oldenburg ist wichtig für uns, denn hier hat sich gezeigt, dass unser Sendeformat funktioniert“, verrät Fritzsche der NWZ . Die Sendung zum Nachhören:


     www.ndr.de/intensivstation 

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