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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Verkehr: Bei Tempo 30 viel Lärm um nichts

14.02.2015

Oldenburg Manfred Wellesen hat sich auf den Weg gemacht, um die Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstagabend im Alten Rathaus zu besuchen. Der Lärmaktionsplan steht dort auf der Tagesordnung, und dazu hat er einiges zu sagen.

Seit Jahren kämpft er für Tempo 30 auf der viel befahrenen Bahnhofsallee. Vor einigen Jahren ist er nach Oldenburg gezogen, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. Doch die Verkehrsbelastung und der damit verbundene Lärm und die Verschmutzung durch Abgase und Reifenabrieb vermiesen ihm die Freude daran, sagt er. 141 Unterschriften wurden in der südlichen Bahnhofsallee für Tempo 30 gesammelt. Umgesetzt hat die Verwaltung diesen Wunsch nicht, sondern mehrfach auch schriftlich erläutert, dass Tempo 30 auf einer Vorbehaltsstraße, über die der überörtliche Verkehr rollt, nicht vorgesehen sei. Auch im Ausschuss stößt Wellesen mit seinem Wunsch auf Temporeduzierung auf wenig Interesse.

Szenenwechsel, ein paar Minuten später: Dem Ausschuss liegen zum Tagesordnungspunkt Lärmaktionsplan zwei Anträge vor. Die SPD möchte versuchsweise Tempo 30 auf der Hundsmühler Straße zwischen der Autobahn und dem Hausbäker Weg einführen. Begleitet von Messungen, die Rückschlüsse auf die Lärmreduzierung zulassen. Die Stadt verfügt nicht über derartige Messgeräte, gibt Umweltdezernentin Gabriele Nießen zu bedenken.

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Den Grünen geht der SPD-Antrag ohnehin nicht weit genug. Sie möchten in ihrem Antrag Tempo 30 auf zahlreichen weiteren Straßen festschreiben. Grünen-Sprecher Sebastian Beer erinnert die SPD in diesem Zusammenhang an die Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Stadtrat, die zwischen den beiden Fraktionen geschlossen wurde. Beer: „Dort heißt es, zumindest bei Nacht seien Tempolimits von 30 Stundenkilometern zu berücksichtigen.“ Die Grünen sprechen sich dafür aus, die Aufenthaltsqualität im Freien zu verbessern und die Anlieger nachts vor dem Verkehrslärm besser zu schützen. Ein Wegfall von Tempo 30 an den am stärksten von Lärm betroffenen Straßenabschnitten zöge Aufwendungen in zweistelliger Millionenhöhe für den städtischen Haushalt nach sich, meint er.

Eine Mehrheit aus SPD und CDU beschließt dennoch bei sieben gegen vier Stimmen, einen Versuch auf der Hundsmühler Straße zu starten. Die Verwaltung muss noch prüfen, ob die Stadt auf einer Bundesstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung überhaupt einführen darf.

Die Verwaltung selbst wollte Tempo 30 auf fünf Einfallstraßen. Wellesen versteht daher nicht, warum der Wunsch der Bahnhofstraßen-Anlieger auf Tempo 30 nicht erfüllt wird. Wellesen: „Bei uns geht ohnehin kaum noch jemand zur Wahl. Wir fühlen uns von Politik und Verwaltung im Stich gelassen.“

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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