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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Besserverdiener sollen mehr für Betreuung zahlen

20.11.2014

Oldenburg Nicht die breite Masse, sondern Besserverdiener sollen mehr für die Kinderbetreuung zahlen: Diese Idee präsentierten Christine Prokop und Katrin Heesemann vom Stadtelternrat Kita mehr als 80 Eltern am Dienstagabend. Bei der Delegiertenversammlung des Stadtelternrates Kita im Alten Gymnasium wurden neue Beitragsmodelle vorgestellt; Rückmeldungen der Eltern waren erwünscht.

Bevorzugt wurde der Vorschlag, bei dem Familien mit einem Jahresbruttoeinkommen von maximal 70 000 Euro weniger zahlen als bei dem 2014 eingeführten umstrittenen Beitragssystem. Familien mit einem Einkommen von mehr als 80 000 Euro zahlen mehr als zuvor. Für Eltern mit einem Jahreseinkommen zwischen beiden Werten ändert sich nichts.

  Das neue Beitragsmodell umfasst mehr Stufen in Zehntausenderschritten. Bei dem aktuellen Modell hingegen sind die Beitragsgruppen derzeit größer. Diese Staffelung wurde und wird vor allem kritisiert, da Familien mit einem Einkommen von 60 000 Euro pro Jahr bereits als „Spitzenverdiener“ gelten.

  Der Stundensatz soll – nach Präferenz der Eltern – zwischen 90 Cent und 2,30 Euro liegen. Bisher war die Spanne geringer.

 Ganz neu ist die Idee, pro kindergeldberechtigtem Kind einen Abschlag vom Einkommen einzurechnen. Auf Antrag der CDU soll die Höhe 7000 Euro pro Kind betragen.

 Sozialhilfe- und Wohngeldempfänger sind in der aktuellen und in der vorgeschlagenen Gebührenordnung vom Beitrag befreit. Im neuen Modell gilt die Befreiung von Beiträgen zusätzlich für alle Familien mit einem Jahresbruttoeinkommen von maximal 30 000 Euro. Laut Auswertung der Elternbeiträge würden davon acht Prozent der Elternschaft profitieren.


  Die Geschwisterermäßigung soll nach wie vor greifen: Dabei werden die Beiträge für das zweite betreute Geschwisterkind um die Hälfte reduziert; für das dritte betreute Kind wird – unabhängig von der Beitragsstufe – kein Beitrag erhoben.

 Berechnungsgrundlage bleibt das Bruttoeinkommen; dies betrachten viele Eltern jedoch kritisch.

Erarbeitet wurden die Modelle in der „Arbeitsgruppe Optimierung“, zu der jeweils ein Vertreter der Fraktionen sowie je ein Vertreter eines freien Trägers sowie ein Vertreter des Stadtelternrates gehört.

Damit die neuen Gebühren im Rat am 15. Dezember beschlossen werden können, ist die Sitzung des Jugendhilfeausschusses auf den 10. Dezember vorverlegt worden.


  www.kita-stadtelternrat-ol.de 

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