NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Spendenaktion: Bewegt von Dankbarkeit im Irak

25.02.2015

Oldenburg Ein Rückblick, der zwiespältige Gefühle hervorbringt: Der Hilfskonvoi des Jesidischen Forums Oldenburg war Thema der Fernsehdokumentation des bekannten TV-Journalisten Reinhold Beckmann, die am Montagabend in der ARD ausgestrahlt wurde.

Der Erfolg dieser Aktion sorgte für Freude – das Leid der Menschen im Nordirak aber rührt zu Tränen.

170 Tonnen Hilfsgüter im Gesamtwert von rund 500 000 Euro hatten freiwillige Helfer Ende des vergangenen Jahres gesammelt und mit 13 Lastwagen zu den Flüchtlingen gebracht (NWZ  berichtete). Seit den Angriffen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sind unzählige Menschen auf der Flucht. Bei eiskalten Temperaturen fehlen Winterkleidung, Lebensmittel und Heizmaterial.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Moderator Beckmann stellte in seiner Sendung „#Beckmann“ die Frage, wie deutsch dieser Kampf sei. „Ist es längst unser Krieg?“

Dafür interviewte er zum Beispiel jesidische Widerstandskämpfer aus Bad Oeynhausen und eben die Helfer aus Oldenburg. Unter anderem traf er die Studentin Songül Tolan, eine der Organisatorinnen des Hilfstransports, die gemeinsam mit Beckmann in den Nordirak reiste.

An ihrer Seite fand er zum Beispiel Flüchtlinge vor, die in Betonrohbauten hausten und kaum mehr als ihre Kleidung am Leib dabei hatten. Der Konvoi aus Deutschland leistet dort wertvolle Hilfe. „Ein rollendes Zeichen der Hoffnung“, wie Beckmann – in seiner Sprache immer noch ganz Talkmaster – ihn in seiner stets etwas überemotionalisierten Wortwahl nannte.

Lohn der Arbeit

Ob es einem Beckmann als Frontreporter nun gefällt oder nicht: Für die Helfer des Jesidischen Forums waren die Bilder von Menschen, die sich von ganzem Herzen über ihre Spenden freuten, die passende Belohnung für ihre Arbeit.

Bewegende Reaktionen von inner- und außerhalb der Gemeinschaft habe er auf die Sendung erhalten, berichtet Sahap Dag, Vorsitzender des Forums in Oldenburg nach der Sendung. „Darunter waren Solidaritätsbekundungen, die Bereitschaft zu Spenden und oftmals die Frage: Wie können wir helfen?“

Die Unterstützer aus Oldenburg sammeln weiterhin Geld für die Menschen im Nordirak. „Denn die Lage vor Ort ist seit den TV-Aufnahmen von Beckmann keineswegs besser geworden. Die Rohbauten sind weiter die Zuflucht für viele Menschen, die keinen anderen Platz gefunden haben“, so Dag weiter. Es fehle an Hygieneartikeln, Schuhen, Decken und vielem mehr, um ein halbwegs normales Leben führen zu können.

Forderung an die Politik

Zudem kritisiert der Vorsitzende, dass es bislang nicht einmal den Ansatz der Hoffnung gebe, dass die Bundesregierung Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet aufnehmen wird. Daher würden die Jesiden auch die Lobbyarbeit in Richtung Politik weiter forcieren.


Reportage unter   http://daserste.ndr.de/beckmann 
Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.