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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

„Cäci“ erinnert an jüdische Schülerinnen

29.01.2015

Oldenburg Vorgestellt hat die Cäcilienschule eine Skulptur zur Erinnerung an die Schulgeschichte: Es ist ein Mahnmal für die jüdischen Schülerinnen, die während der NS-Zeit die Cäcilienschule besucht haben.

Ausgangspunkt für die Entstehung war die Gestaltung eines Gottesdienstes zum Erinnerungsgang 2012. Lehrerin Ina Maria Goldbach sagt: „Als ich Schüler suchte, die den Gottesdienst mitgestalten, fanden sich sofort fast 30 Schülerinnen und Schüler. Im Zentrum des Gottesdienstes standen die zehn jüdischen Mädchen, die während der NS-Zeit die Cäcilienschule besucht haben: Marianne Ballin, Inge Cohen, Eva Goldschmidt, Käthe Gröschler, Susanna de Haas, Ilse de Levie, Ingeborg Liepmann, Anneliese Löwenstein, Lotte Reyersbach und Marianne Schiff.“

Die Schülerinnen erlebten mit ihren Familien „die ganze Bandbreite des Holocausts von zunächst noch relativ harmlos wirkenden Ausgrenzungen über konkrete Schikanen, Berufsverbote, Deportationen, KZ bis hin zur Ermordung“, erzählt Goldbach. So wurden zwei von ihnen – Eva Goldschmidt und Inge Cohen, verheiratete Parnes – im Alter von nur 21 Jahren ermordet, eine weitere Schülerin wurde 1945 aus einem KZ befreit.

Aus einer Projektgruppe zur Gestaltung des Holocaust-Gedenktags im Lambertussaal am 27. Januar 2014 ging nahtlos die AG Schulgeschichte unter Leitung von Ina Maria Goldbach hervor, denn auch die Schülerinnen wollten nach diesem Projekt nicht einfach aufhören. Die AG bekam dann die Möglichkeit, mit der Künstlerin Patricia Borges de Medeiros ein Erinnerungsmal in Form einer Plastik zu gestalten.

Im Schlusssatz der Schülerinnen zur Erklärung ihrer Arbeit heißt es: „Rückblickend können wir nichts an dem Geschehenen ändern. Doch wir sind betroffen und wollen dies zeigen. Deswegen wünschen wir uns, mit dieser Gedenktafel den zehn jüdischen Schülerinnen einen Teil ihrer Würde wiedergeben zu können.“ Die soziale Plastik könne „mit ihrer Schlichtheit und ihrer gleichzeitig hohen Symbolkraft beeindrucken und zum Nachdenken anregen“.

Für Schulleiter Franz Held ist die Entstehung des Mahnmals und die damit verbundene Feierstunde auch ein Ausdruck des „guten Geistes“ und der dazu passenden Grundstimmung an der Cäcilienschule. Auf der Grundlage dieser Schulgemeinschaft könnten Ideen entstehen, „die Werte entwickeln und Werte vermitteln“.

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