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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Obdachlose sollen von Abhängigen getrennt werden

30.11.2017

Oldenburg Der Umzug des Tagestreffs für Obdachlose von der Ehnernstraße zur Cloppenburger Straße ist zumindest vorerst vom Tisch. Damit muss auch der Mädchentreff im Tausch zunächst nicht von der Cloppenburger Straße an die Ehnernstraße ziehen. Einstimmig wurde die Verwaltung am Dienstagabend vom Sozialausschuss beauftragt, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das sich mit den wohnungslosen und suchtkranken Menschen beschäftigt. Ziel ist es, die Drogen- und Wohnungslosenszene zu trennen.

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Konzept kostet Geld

Über einen weiterreichenden Antrag der SPD-Fraktion, die eine Million Euro für die Sanierung der Häuser aus dem Haushalt 2018 streichen wollte, wurde nicht abgestimmt. Das sei Thema der Haushaltsberatungen, hatten die Grünen zuvor erklärt. Zur Überraschung der Nachbarn des Mädchentreffs an der Cloppenburger Straße hatte CDU-Ratsherr Klaus Raschke erklärt, seine Fraktion wolle den Plänen der Verwaltung für einen Umzug des Obdachlosenaufenthalts an die Cloppenburger Straße folgen.

Man dürfe den zweiten nicht vor dem ersten Schritt machen, sagte SPD-Ratsherr Ulf Prange zur Begründung. Sozialdezernentin Dagmar Sachse entgegnete, sich auch ohne einen Beschluss des Gremiums bereits an die Arbeit gemacht und mit den betroffenen Einrichtungen zusammengesetzt zu haben. Winfried Wigbers, Leiter der Drogenberatungsstelle Rose 12, erläuterte, relativ problemlos die Öffnungszeiten des Café Caros am Pferdemarkt erweitern zu können, und deutete damit, in welche Richtung die Pläne gehen. Problematisch sei es aber, das Angebot auszubauen. Für den Einbau einer Küche beispielsweise, in dem sich die Drogenabhängigen ihre Mahlzeiten zubereiten könnten, sei kein Platz. „Die Suche nach einer Immobilie für einen nassen Treff, in dem auch Alkohol getrunken werden darf, gestaltet sich aber sehr schwierig“, warf Sachse ein.

Der Tagesaufenthalt für Obdachlose ist seit rund 20 Jahren an der Ehnernstraße neben der Grundschule Heiligengeisttor untergebracht. Das war zunächst auch kein Problem, doch führte die räumliche Nähe zur Anlaufstelle für Drogen-, Tabletten- und Alkoholabhängige, dem Café Caro am Pferdemarkt, dazu, dass sich an der Ehnernstraße Konflikte entwickelten.

Das Problem ist zudem hausgemacht. Die Drogenabhängigen wurden über viele Jahrzehnte hinweg von ihren Treffpunkten wie beispielsweise Cäcilienplatz oder Waffenplatz verdrängt. Nun stehen sie tagsüber vor dem Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße. Das 300 Meter entfernt liegende Café Caro öffnet erst um 14 Uhr für wenige Stunden, der Tagesaufenthalt bereits am Morgen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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