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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Diese Schüler stemmen ein Großevent

27.05.2017

Oldenburg Die Anspannung ist groß. Kommen die Gäste rechtzeitig an? Haben alle ein Quartier? Funktioniert die Technik? „Ein paar kleine Pannen gibt es immer“, sagt Josefine Went. Aber sie erwartet keine Hürden mehr, die das größte UN-Planspiel Deutschlands noch ins Wanken bringen könnten. Am Dienstag, 30. Mai, beginnt die 17. Olmun.

Der Name ist die Kurzform für „Oldenburg Model United Nations“. Rund 700 Jugendliche simulieren vier Tage lang die Arbeit der Vereinten Nationen mit allem, was dazugehört: Sitzungen, Verhandlungen – und natürlich einer Kleiderordnung. Hosenanzug oder Kostüm für die Damen, Anzug und Krawatte für die Herren sind obligatorisch. Regelverstöße werden wie üblich gnadenlos sanktioniert – zum Beispiel mit einem erzwungenen Gesangsbeitrag vor aller Augen. „Bestraft wird mit viel Humor“, sagt Went.

Die 19-Jährige ist in diesem Jahr die Olmun-Generalsekretärin. Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Clara Feldmann (18) steht sie einem 50-köpfigen Team vor, das die Großveranstaltung seit einem Jahr vorbereitet. Sie alle gehen oder gingen bis vor Kurzem in Oldenburg zur Schule. Feldmann hat gerade ihre Abiturprüfungen an der Liebfrauenschule überstanden. Went hat im vergangenen Jahr ihren Abschluss an der Cäcilienschule gemacht und arbeitet derzeit als Produktionsassistentin am Staatstheater.

Die jungen Erwachsenen übernehmen im Rahmen der Organisation bereits eine große Verantwortung. Schließlich jonglieren sie mit einem Budget von 40 000 Euro. Die Hälfte davon kommt durch die Teilnehmerbeiträge zusammen. Die andere Hälfte muss vor allem über Sponsoren angeworben werden. Raummieten, Druckkosten und Verpflegung werden davon unter anderem bezahlt. „Die Arbeit daran ist natürlich eine gute Orientierung für die eigene Zukunft“, sagt Feldmann. Went hat sogar ein bisschen das Gefühl, dass sie jetzt ohne Ausbildung direkt Eventmanagerin werden könnte.

Eine der größten Schwierigkeiten ist wie üblich die Unterbringung. Die Schulklassen aus ganz Deutschland müssen teilweise in Bad Zwischenahn wohnen, weil die Kapazitäten an günstigen Hotel- und Jugendherrbergszimmern in Oldenburg begrenzt sind. Die rund 100 internationalen Gäste aus 16 Nationen, von den Niederlanden bis Weißrussland, übernachten größtenteils in Gastfamilien.

Trotz des Stresses, den viele der Organisatoren neben der Schule auf sich nehmen: Die amtierende Generalsekretärin möchte diese Arbeit nicht missen. „Es ist toll zu sehen, wie Stück für Stück ein Schuh draus wird“, sagt Went. Der Spaß in der Gruppe entschädigt sogar für wenig Schlaf. „Das Orga-Team ist wie eine kleine Familie.“

Großes Programm

Vier Tage lang treffen sich mehr als 700 Schüler in Weser-Ems-Halle und Schulen, um die Arbeit der UNO nachzustellen.


 Dienstag, 30. Mai

9 bis 12.30 Uhr: Anmeldung der Delegierten 12 Uhr: Begrüßung 12.30 bis 13.30 Uhr: Mittagspause 13.30 bis 16.30 Uhr: Eröffnungszeremonie 19 bis 22.30 Uhr: gemeinsames Grillen


 Mittwoch, 31. Mai

9 bis 17 Uhr: Komitee-Sitzungen 19 bis 22: Fußballspiel auf den Dobbenwiesen


 Donnerstag, 1. Juni

9 bis 17 Uhr: Komitee-Sitzungen 21. bis 1.30 Uhr: Party für die Olmun-Teilnehmer im Molkerei-Klub an der Bloherfelder Straße


 Freitag, 2. Juni

9 bis 12.30 Uhr: Komitee-Sitzungen 9 bis 13 Uhr: Generalversammlung 13 bis 14 Uhr: Mittagspause 14 bis 16 Uhr: Abschlusszeremonie


     www.olmun.org 
Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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