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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Gang durch Dietrichsfeld unter Sicherheitsaspekten

16.09.2017

Dietrichsfeld Eigentlich fühlen sich die Menschen im Stadtteil Dietrichsfeld „ziemlich“ sicher. Das hat sich bei einem Spaziergang durch den Stadtteil mit der Geschäftsführerin des Präventionsrates Oldenburg (PRO), Melanie Blinzler, Mitarbeiterinnen vom Stadtteiltreff Dietrichsfeld und der Polizei herausgestellt.

Beim romantischen Gutspark Dietrichsfeld mit seinem kleinen See und dem knorrigen Baumbestand wurde heiß diskutiert. „Nachts würde ich hier nicht durchgehen“, hieß es von den weiblichen Teilnehmerinnen. „Es müsste eine Beleuchtung her“, war der Wunsch. Warum? Der Gutspark Dietrichsfeld wird – so ab späten Vormittag – zumeist von Männern aufgesucht, die gern mal ein Bier im Freien trinken und sich dabei rege unterhalten. Die „Spuren“, sofern welche entstehen, sind in der Regel abends wieder beseitigt. Rudolf Vanov hat keine Angst in diesem Park. Er wohnt seit 62 Jahren in Dietrichsfeld und kennt die Menschen, die sich hier bei schönem Wetter treffen. „Aber meine Frau geht hier auch nicht alleine durch“, so Vanov. Man ist aber schon mal „angepöbelt“ worden, weiß eine Teilnehmerin. Eine andere Stelle ist die Friedlandstraße. „Inzwischen kann man hier sehr gut leben“, sagt Christa Vandrey.

Vor 20 Jahren sei das anders gewesen. „Da gab es häufig schreiende Kinder, die von ihren Eltern geschlagen wurden“, hatte sie damals festgestellt. Jetzt gibt es hier einen schönen Spielplatz, „der auch von der Stadt gut gepflegt wird“, so die Nachbarin. Es ist häufig von „unangenehmen Gefühlen“ die Rede. „Manchmal sicher unbegründet“, wird gesagt. Aber wenn eine Gruppe von jungen Männern mit einem Kampfhund daher kommt, geht man auf die andere Straßenseite, heißt es. Übereinstimmend kam heraus, dass die Menschen nicht nach dem Äußeren beurteilt werden sollten. Und beim anschließenden Gespräch im „Treffpunkt Dietrichsfeld“ ist man sich einig: „Eigentlich ist Dietrichsfeld ein Stadtteil, in dem wir gern leben“.

Der Arbeitskreis Kriminalprävention des Präventionsrates Oldenburg will auch in Zukunft alle Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahre in unregelmäßigen Abständen zu Spaziergängen in verschiedene Stadtteile einladen. In diesen Spaziergängen sollen beliebte und weniger beliebte Orte aufgesucht werden. Währenddessen können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigen, wo ältere Menschen sich wohl oder unwohl oder unsicher fühlen. Die Mitglieder des Arbeitskreises Krimi-nalprävention beschäftigen sich mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Stadtteilbewohner. „Deutlich wird dabei, dass das subjektive Sicherheitsgefühl selten mit der objektiven Sicherheitslage zusammen passt“, so Blinzler. Da das Gefühl von Sicherheit und Unsicherheit Auswirkungen auf die Lebensqualität hat, haben sich die Engagierten des Arbeitskreises Kriminalprävention mit der Idee der Stadtteilrundgänge die Aufgabe gesetzt, im direkten Kontakt zu der Bevölkerung das Thema zu bearbeiten. Der gemeinsame Rundgang, an dem auch Vertreter der Polizei teilnehmen, dauert rund eine Stunde. Anschließend wird das Thema in gemütlicher Runde diskutiert und es wird ein Fragebogen ausgehändigt, in dem Fragen zu individuellen Erfahrungen gestellt werden. Ort und Termin des nächsten Rundgangs stehen noch nicht fest.

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