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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Straßennamen: „Ehrung Georg Elsers überfällig“

17.12.2014

Oldenburg Die Tat des Widerstandskämpfers lag am 8. November genau 75 Jahre zurück. In diesen Tagen feierte Deutschland 25 Jahre Mauerfall. An Georg Elser erinnerten sich da nur wenige. Eine Ausnahme bildet Manfred Lahusen. „Elser wird oft vergessen“, sagt der Rentner, der sich seit fast zehn Jahren für eine öffentliche Würdigung des Hitler-Attentäters in Oldenburg einsetzt.

„Die ist überfällig“, meint der 72-Jährige: „Gerade im Zuge der Debatte um die Umbenennung von Straßennamen könnte ich mir das gut vorstellen. Warum kann man nicht die umstrittene Hindenburgstraße in Georg-Elser-Straße umbenennen“, fragt sich Lahusen. Denn den Mut des Mannes, der am 8. November 1939 zur Tat schritt, bewundert er.

Elser zündete eine Bombe im Münchner Bürgerbräukeller, um Adolf Hitler zu töten. Elsers Ziel war es, den 2. Weltkrieg zu beenden, der wenige Wochen zuvor mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begonnen hatte. Doch Hitler verließ den Ort früher als geplant. Die Bombe verwüstete zwar den Saal, aber der Plan scheiterte. Elser wurde noch am selben Abend festgenommen und im April 1945 auf Befehl Hitlers im KZ Dachau erschossen.

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„Die Tat vom 8. November 1939 hat einen viel höheren Stellenwert als der 20. Juli 1944“, meint Lahusen und vergleicht sie mit dem ebenfalls fehlgeschlagenen Hitler-Attentat aus Wehrmachtskreisen fünf Jahre später: „Elser war sehr weitsichtig. Wenn Hitler weg gewesen wäre, wäre vieles verhindert worden.“

Der Vorstoß füllt bereits einen dicken Ordner des Rentners, der über die Reaktion der Stadt enttäuscht ist. In Bremen existiert ein Georg-Elser-Weg, recherchierte Lahusen. Immerhin landete sein Vorschlag in Oldenburg nach mehreren Anläufen auf der Warteliste. „Eine Benennung nach Georg Elser blieb bisher einzig in Ermangelung an geeigneten Straßen aus“, so Stadtsprecherin Denise Hollas auf NWZ -Nachfrage. Bei der Auswahl spielten auch die Namen in der Umgebung eine wichtige Rolle.

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