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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

ZEITGESCHICHTE: Ein nahezu unglaubliches Wiedersehen

07.08.2007

OLDENBURG Es ist 62 Jahre her. Anni Haltermann und Margarete Gerdes-Meinen, heute beide 81 Jahre alt, waren Flakhelferinnen in Oese bei Bremervörde – mitten in den Wirren am Ende des Zweiten Weltkrieges. Diese Wirren trennen die beiden. Bis zu diesem Sommer. Vor ein paar Wochen sitzen sie, wieder in Oese, bei einem Treffen des dortigen „Mensch-Ärgere-dich-nicht“-Clubs, zusammen. Sie sprechen über Kriegserlebnisse – doch sie erkennen sich nicht. Die Oldenburgerin Anni Haltermann erwähnt ihre damalige Freundin „Omchen“, die sie leider aus den Augen verloren habe. Dann die riesige Überraschung: „Omchen“, sagt Margarete Gerdes Meinen, „das bin ich.“

Jetzt sitzen die beiden in Anni Haltermanns Wohnung in der Junkerstraße gemütlich bei Kaffee und Kuchen und schmunzeln noch immer über den unglaublichen Zufall. Sie haben gemerkt, dass sie sich nur äußerlich verändert haben. „Wir verstehen uns wie früher, obwohl so viel Zeit vergangen ist“, sagen beide. Zu erzählen haben sie eine Menge. Nicht nur ihr Wiedersehen ist außergewöhnlich, auch, was sie erlebt haben.

Im Juni 1944 trafen sich die beiden das erste Mal. Damals wurden sie aus ihrer Heimat Königsberg (das heutige Kaliningrad) zum Arbeitsdienst eingezogen. Eltern und Geschwister mussten sie zurücklassen. „Zu Beginn arbeiteten wir auf Bauernhöfen und bei der Luftwaffe auf der Halbinsel Hela. Im November mussten wir zum Flakhelferdienst in Oese antreten“, erzählt Anni Haltermann. „Dort kannte mich jeder nur unter dem Namen Omchen“, fügt Margarete Gerdes-Meinen hinzu. Diesen Name bekam sie wegen ihrer Arbeit bei einer alten Bauersfrau.

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Nach Kriegsende verloren sie sich aus den Augen. „Wir mussten uns ein neues Zuhause suchen“, sagt Margarete Gerdes-Meinen. Sie blieb in Oese, Anni Haltermann wohnt seit 1965 in Oldenburg. Die Rückkehr in ihre Heimat war für die beiden nicht mehr möglich.

Ein langes und ereignisreiches Leben liegt hinter den beiden Witwen, aber ihren Witz haben sie nicht verloren. Die beiden telefonieren regelmäßig, „aber momentan spinnt mein neues Hörgerät, da ist es schon mühselig“, beschwert sich Margarete Gerdes-Meinen. Gemeinsame Nachmittage soll es auch in Zukunft geben. Margarete Gerdes-Meinen hat Verwandte in Oldenburg und Gesellschaftsspiele werden in Oese immer noch regelmäßig gespielt.

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