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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

„Einschränkungen für Frauen nicht hinnehmen“

07.01.2016

Oldenburg Der Polizei in Oldenburg sind keine brutalen Übergriffe von Männern auf Frauen bekannt, wie sie in Köln in der Silvesternacht für Empörung sorgten. Am Hauptbahnhof hatten dort junge Männer mit Migrationshintergrund Frauen sexuell bedrängt (NWZ  berichtete).

Die darauf folgende Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker an Frauen, mindestens „eine Armlänge von fremden Männern“ Abstand zu halten, wird jedoch in Oldenburg nicht geteilt. Oldenburgs Sozialdezernentin Dagmar Sachse meint, dass Frauen sich in unserer Gesellschaft frei bewegen können müssen. „Dafür haben wir mit der Frauenbewegung lange gekämpft, dass diese Art sexueller Übergriffe und Gewalt nicht toleriert werden.“ Sie hält Henriette Reker zugute, dass die Äußerung möglicherweise im Zusammenhang so nicht beabsichtigt gewesen sei.

Für Oldenburg nimmt Dagmar Sachse die Kölner Vorfälle zum Anlass, über Prävention noch einmal mit weiteren Ideen und gemeinsam mit der Polizei, dem Präventionsrat und der Gleichstellungsbeauftragten nachzudenken. „Wir können nicht so tun, als sei das nur ein Kölner oder Hamburger Problem.“ Allerdings erwartet die Dezernentin auch von den Männern, ihren aggressiven oder gewaltbereiten Geschlechtsgenossen mitzuteilen, „dass dieses Verhalten in unserer Gesellschaft nicht erwünscht ist. Das kann nicht nur Aufgabe von Frauen sein“, sagt sie.

Auch Polizeipräsident Johann Kühme spricht von „Nulltoleranz bei solchen Übergriffen. Da muss die Polizei straight und massiv einschreiten“. Einschränkungen für Frauen könne man als Reaktion nicht hinnehmen. Wer hierher komme, der müsse sich dem Gesetz anpassen.

Allerdings legt Kühme Wert auf die differenzierte Betrachtung der Situation in Köln, die er aus der Oldenburger Perspektive zwar nicht beurteilen wolle und könne, „doch wir dürfen hier nicht die Situation der bedauernswerten Flüchtlinge mit gewaltbereiten Männern mit Migrationshintergrund vermengen“.

Er empfiehlt Frauen, die bedrängt werden, sofort die „110“ zu wählen. „Wir sind als Polizei dazu da, dann einzugreifen.“ Wie Sozialdezernentin Dagmar Sachse spricht auch er davon, gemeinsam Konzepte zu entwickeln und präventiv vorzugehen.

Polizeisprecher Mathias Kutzner berichtet auf Anfrage der NWZ , dass Übergriffe sich in Oldenburg als sogenanntes „Antanzen“ auf Männer und Frauen ausrichten, die von einer Gruppe dann umringt und ihrer Handys oder Börsen beraubt würden.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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