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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Erinnern und miteinander reden

20.12.2016
Betrifft: „Misstöne nach dem Erinnerungsgang“ (NWZ vom 18. November) und nachfolgende Berichte

Es sind rund 30 Jahre her, dass ich – durch Vermittlung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und ihres Vorsitzenden Roland Neidhardt – als Herausgeber ein Buchprojekt machte: „Schatten der Vergangenheit – Deutsche und Juden heute“. Darin waren Beiträge von Persönlichkeiten versammelt, die auf Einladung der DIG Oldenburg an öffentlichen Veranstaltungen in Potshausen und Rastede teilgenommen hatten, unter ihnen Simon Wiesenthal, Erich Fried, Henryk M. Broder, Klaus Schütz und Joschka Fischer.

Die Diskussionen waren z.T. hoch kontrovers, verkörpert vor allem durch Fried und Broder, die völlig unterschiedliche Standpunkte zur Politik Israels vertraten. Aber – und das ist so bemerkenswert: Die Kontrahenten haben miteinander geredet. Die beiden Veranstaltungen zählen für mich zu den Sternstunden einer demokratischen, offenen und lebendigen Diskussions- und Streitkultur in der Region.

Und heute? Man redet nicht miteinander, sondern übereinander. Es wird geurteilt und verurteilt, anstatt dass man einander zuhört und Argumente austauscht. Man bemüht sogar Gerichte, was ich als ausgesprochen armselig empfinde.

Im Übrigen wüsste ich nicht, über welche besonderen Kompetenzen Richter verfügen, um beurteilen zu können, ob eine Äußerung oder Haltung antisemitisch ist oder nicht.

Was alle Beteiligten miteinander verbindet – gleich von welchem Standpunkt aus –, ist das große Interesse an Vergangenheit und Gegenwart von deutsch-jüdisch-israelisch-palästinensischer Geschichte. Mein Vorschlag: Lernen Sie einander kennen, reden Sie miteinander! Vielleicht tun sich mehr Gemeinsamkeiten auf, als Sie sich vorstellen können.

Andreas Wojak Oldenburg

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