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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Erinnerungswand in der Kritik

23.01.2014

Oldenburg Manche formulierten ihre Kritik leise, andere lauter: Die Erinnerungswand neben dem PFL weise nicht nur den falschen Vornamen Axel statt Alex Goldschmidt auf, sondern sei auch sonst umstritten, etwa bei der Angabe der Adressen. Von etlichen jüdischen Familien sei eben nicht deren eigener Wohnort in Oldenburg angegeben worden, sondern Häuser – etwa in der Kurwickstraße 5 – in denen die Familien zusammengepfercht hätten leben müssen, nachdem sie aus den eigenen Wohnungen vertrieben worden waren.

Die Kritik, die etwa aus den Reihen des Vorstands des Vereins Werkstattfilm kommt und von Ali Farschid Zahedi und Roland Neidhardt formuliert wird, richtet sich u.a. gegen den Arbeitskreis „Erinnerung gestalten“ um den ehemaligen Kulturdezernenten Dr. Ekkehard Seeber. Auf Initiative dieses Kreises und dessen Recherchen war die Erinnerungswand mit den Namen der deportierten Jüdinnen und Juden aufgestellt worden. Neidhardt, Mitglied der deutsch-israelischen Gesellschaft, bezeichnet die Arbeit als missglückt. „Ich bin dafür, die Wand zu verhüllen, weil sie für Opfer und deren Nachkommen eine Beleidigung ist.“

Kurzfristig abgesagt wurde eine Art Gütetermin am Mittwoch im Kulturamt, dessen Leiterin Christiane Cordes im PFL mit allen Beteiligten und Kommunalpolitikern sprechen wollte. Zur Begründung gab die Stadt eine Überschneidung mit der Schulausschusssitzung sowie die Erkrankung eines Teilnehmers an. Die Öffentlichkeit war zunächst nicht zu dem Treffen eingeladen worden. Auf Anfrage hatte das Kulturamt dann aber doch die Presse zugelassen. Nach der Absage will die Stadt nun einen neuen Termin suchen.

Die 6 Meter breite und 2,20 Meter hohe dunkle Beton-Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus an der Peterstraße war am 10. November enthüllt worden. 167 Namen erinnern auf der Wand gegenüber der ehemaligen Synagoge an jene, die von den Nazis ermordet worden sind.

Der Arbeitskreis „Erinnern gestalten“ hatte den Architekten Hans Dieter Schaal (Attenweiler) ausgewählt, der bereits in Esterwegen an der Gestaltung der Gedenkstätte beteiligt war. Inzwischen wird u.a. kritisiert, dass es keine Ausschreibung der Gedenktafel gegeben hatte.

Sabine Schicke
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103
Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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