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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Erste Flüchtlinge ziehen in Notunterkunft

25.06.2015

Oldenburg 18 Flüchtlinge beziehen an diesem Donnerstag ihre Notunterkunft in der Turnhalle am Fliegerhorst. Bislang konnte die Stadt noch alle Räumlichkeiten dezentral, aber auch in den vier Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften (KGU) voll ausschöpfen – nun aber scheint vorerst das Maximum erreicht. Da die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen wöchentlich rund 20 Flüchtlinge nach Oldenburg entsendet, gleichermaßen eine schnelle Bearbeitung der Asylanträge längst nicht mehr gewährleistet ist, gibt es deutlich mehr Flüchtlinge in den Unterkünften, und die Plätze selbst sind im Schnitt länger belegt.

Halle nachgebessert

Dass die alte Turnhalle am Fliegerhorst früher oder später tatsächlich genutzt werden müsse, kommt für die Stadtverwaltung nicht überraschend. Sie hatte schon vor einigen Wochen hier Stellwände errichten lassen, Sanitärcontainer aufgestellt und Anwohner zu einer Besichtigung der Halle eingeladen (NWZ  berichtete). Von deren Seite gab es manche Schelte ob der „menschenunwürdigen Unterbringung“, wie es hieß. Bereits zu diesem Zeitpunkt verwiesen die Stadtvertreter auf die Notsituation.

30. April 2015: Anwohner schockiert über Notunterkunft in Fliegerhorst-Turnhalle

25. April 2015: Provisorium für Flüchtlinge

Und auch „European Homecare“ (EHC) – sozialer Dienstleister, der unter anderem in Oldenburg die Flüchtlingsunterkünfte betreut – war mit der Ausgestaltung nicht zufrieden, hatte der Verwaltung eine ergänzende Wunschliste vorgelegt, der entsprochen werden musste.

So durch die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen, so durch eine Gemeinschaftsküche. Ursprünglich sollte ein Caterer hier die Verpflegungsaufgabe übernehmen, nun aber wurde die EHC-Forderung umgesetzt.

Ende Juli voll belegt

Wahrscheinlich schon Ende Juli ist die Notunterkunft dann voll belegt, wenn die bisherigen wöchentlichen Zuweisungen vom Land beibehalten werden. Aber erst Ende August sind zur weiteren Entlastung die Containererweiterungen an den Einrichtungen Gaußstraße und Alexander-straße mit jeweils 40 Plätzen bezugsfertig. In der Stadtverwaltung ist man dennoch zuversichtlich, dass diese vierwöchige Lücke mit vereinzelt frei werdenden Plätzen in anderen Einrichtungen kompensiert werden könne.

Viel Spielraum aber gibt es nicht: Die Auszugszahlen anerkannter Asylsuchender sind mangels Wohnraum in der Stadt weiter gesunken. Bedeutet: Es dürften eigentlich mehr Flüchtlinge ausziehen, als sie es dann auch tatsächlich machen und können.

Da die Lage in den Krisengebieten nach wie vor angespannt ist, muss die Stadt Oldenburg auch weiterhin mit hohen Zuweisungszahlen rechnen.

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

Weitere Nachrichten:

Landesaufnahmebehörde | European Homecare

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