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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Gedenken an Zwangsarbeit

24.01.2018

Eversten Sie arbeiteten meist per Hand, mit Spaten, Schaufeln und Karren waren sie im Einsatz: Aus „kriegswichtigen Gründen“ mussten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ab dem 5. März 1940 eine Umgehungsstraße für Oldenburg bauen. Tausende waren dafür bis 1945 eingesetzt. Ihre Geschichte gehört zu den dunkelsten Kapiteln der Stadthistorie. Über ihr Schicksal klärt eine Schautafel auf, die das städtische Kulturbüro jetzt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Living History – Ein öffentliches Verbrechen. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ in Höhe Prinzessinweg 48 aufgestellt hat.

Die Schautafel informiert mit zahlreichen Fotos und einem von dem Oldenburger Historiker Dr. Ingo Harms verfassten Text über die Situation der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Oldenburg während des Nationalsozialismus’. Insbesondere der mit „Dringlichkeitsstufe 1“ kategorisierte Bau der Umgehungsstraße für Oldenburg wird thematisiert. Die Streckenführung entsprach der heutigen Autobahn von der Nadorster Straße bis zur Cloppenburger Straße. Dieses Bauvorhaben war das größte in Oldenburg während des Zweiten Weltkrieges.

Die hier zur Arbeit gezwungenen Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter und Gestapo-Häftlinge waren in zahlreichen Lagern entlang der Streckentrasse untergebracht. Allein in der Nähe des Prinzessinwegs gab es drei Lager: an der Gneisenaustraße, der Ofener Straße und auf der Dobbenwiese. Der Prinzessinweg ersetzte das einzige unvollendet gebliebene Teilstück der Umgehungsstraße zwischen der Ammerländer Heerstraße und der Hauptstraße.

An diesem Mittwoch wird Dr. Ingo Harms ab 19 Uhr im Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3) über die „Zwangsarbeit im Stadtbild“ referieren und dabei auch den Bau der Umgehungsstraße thematisieren. Anlässlich des nationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Samstag, 27. Januar, bietet Harms einen geführten Rundgang zu historischen Orten der Zwangsarbeit an. Die Führung beginnt um 14.30 Uhr an der neu errichteten Schautafel am Prinzessinweg.

Durch die kampflose Übergabe der Stadt Oldenburg an die Alliierten am 3. Mai 1945 konnten die kanadischen Truppen noch am selben Tag die in den Lagern eingesperrten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter befreien. Wie viele dieser Menschen zuvor aufgrund von Entbehrungen, Unterernährung und Schikanen gestorben sind, ist nicht bekannt. Auf dem Ohmsteder Friedhof gibt es eine Gedenkstätte an den Zwangsarbeitergräbern. Dieses Mahnmal ist laut Angaben der Stadtverwaltung das größte Sammelgrab für Opfer der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Die Gedenkstätte Zwangsarbeitergräber wurde 2015 eingeweiht.

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