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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Aufruhr In Oldenburg: Ex-Museumschef und Stadt vor Gericht

21.01.2016

Oldenburg Über die Zukunft des Oldenburger Stadtmuseums wird derzeit viel spekuliert. Da gibt es auf der einen Seite die Absicht des Oberbürgermeisters, das Haus grundlegend zu modernisieren, auf der anderen Seite die Vakanz an der Spitze. Die größte Sorge vieler Kulturschaffenden: Die Stelle des Direktors wird nicht wiederbesetzt. In einem ausführlichen Schreiben an OB Jürgen Krogmann hat Ratsherr Hans-Richard Schwartz (FDP) erneut darauf gedrungen, dass die Stelle überregional ausgeschrieben und bald besetzt wird.

Auf Nachfrage der NWZ  erläuterte Krogmann, dass die Position keineswegs eingespart werden soll. Ganz im Gegenteil. „Wir werden die Leitung der Städtischen Museen ausschreiben. Dies wird schon in Kürze geschehen. Beim Auswahlverfahren werden wir uns gegebenenfalls von einer Personalberatung unterstützen lassen“, erklärte der Oberbürgermeister.

Einstweilen muss sich die Stadt jedoch noch mit dem ehemaligen Amtsinhaber Dr. Friedrich Scheele vor dem Arbeitsgericht herumstreiten. Die zunächst im November 2015 von beiden Seiten als einvernehmlich dargestellte Trennung war mitnichten harmonisch.

Nach NWZ -Informationen musste Scheele seinen Posten verlassen, andernfalls hätte die Stadt ihm fristlos gekündigt. Teil der vertraglich vereinbarten Regelung dieser als gütlich etikettierten Trennung war, dass Scheele einen Teil seines aus Sicht der Stadt zuviel bezogenen Salärs zurückzahlen muss. Zum Hintergrund: Bei einer Routinekontrolle waren zwischen geleisteten und vertraglich vereinbarten Stunden Differenzen festgestellt worden. Nun streiten beide Parteien vor Gericht darüber, in welcher Höhe der Ex-Museumsdirektor Geld zurückzahlen muss. Bei der strittigen Summe soll es um etwa 60 000 Euro gehen, und die Zahlung dieser Summe war Teil des Auflösungsvertrages zwischen Stadt und Scheele. Immerhin handelt es sich um öffentliches Geld.

Eine Abmahnung hatte Scheele bereits unter Oberbürgermeister Gerd Schwandner kassiert. Damals ging es um eine Buch-Veröffentlichung über den deutschen Künstler Otto Pankok (1893-1966) im Isensee-Verlag.

In letzter Minute musste ein von Scheele mit seiner Autorenzeile versehener Text aus dem Kompendium genommen werden, weil der wortgleiche Text inklusive der Fußnoten zuvor bereits von einem anderen Autor veröffentlicht worden war. Nur Insider kannten den Vorfall. In dem Buch blieben die Seiten weiß.

Den Plagiats-Vorwurf nennt Scheele dennoch Verleumdung. Scheele hatte die Trennung von der Stadt mit der Suche nach einer neuen Herausforderung begründet, zunächst sogar von einer neuen Traumstelle gesprochen.

Weiterhin ist Scheele Vorsitzender des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen und zeichnet in dieser Funktion in der kommenden Woche Museen aus.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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