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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Familienarbeit nicht nur Frauensache

07.03.2015

Oldenburg Nach einem knappen halben Jahr haben sich die meisten an die 28 Jahre junge Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg gewöhnt. Dennoch ist Wiebke Oncken die jüngste in der Amtsleiterrunde. „Ich werde freundlich aufgenommen“ beschreibt sie die Situation, „aber ich falle auf.“ Im Oktober 2014 hatte sie die Nachfolge von Kornelia Ehrhardt angetreten, die zuvor seit 1992 Ansprechpartnerin in Sachen Gleichberechtigung war.

Aus Sicht von Oncken, die von der Jade-Hochschule zur Stadt wechselte, gibt es noch gut zu tun. Mithin hält sie den internationalen Frauentag nicht für überkommen. „Es gibt noch viele Punkte, wo wir ansetzen können“, sagt sie und propagiert sowohl Frauen- wie auch Männerförderprogramme. Und so hat sie das Frauenbüro in Gleichstellungsbüro umbenannt.

Männer und Frauen, so rechnet sie vor, machten jeweils 50 Prozent der Bevölkerung aus, aber Frauen seien, wenn es um die Familienarbeit gehe, deutlich überrepräsentiert und wenn es um Führungspositionen gehe, deutlich unterrepräsentiert. So wünscht sich die Mutter eines knapp zweijährigen Sohnes, dass sich mehr Männer für die Arbeit in Krippen interessieren. „Überhaupt – sobald die Familienplanung einsetzt, greift häufig das traditionelle Modell“, erklärt sie.

Ihr Sohn besucht eine Kita, überdies sind Lebensgefährte, Großeltern und Tanten in die Betreuung eingebunden. Aber sie will das Kind nicht immer wegorganisieren, sondern auch Zeit mit ihm verbringen.

Sechs Wochen vor der Geburt hatte sie ihre Masterarbeit in Soziologie abgegeben. Sie legt wert darauf, dass nicht automatisch, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht, nur an Frauen und Kinder, sondern auch an Männer und Kinder gedacht wird.

Mentoring-Programme hält Wiebke Oncken für hilfreich, um Frauen für Führungspositionen zu begeistern. So betreut die Gleichstellungsstelle die Landes-Initiative „Politik braucht Frauen“ in Oldenburg und Umgebung mit derzeit 43 Mentees, die sich für Kommunalpolitik interessieren. Auch in der Jade-Hochschule hatte Wiebke Oncken schon ein Mentoring-Programm koordiniert. Gleichberechtigung heißt für sie auch „Chancengleichheit“.

Zum internationalen Frauentag denkt sie aber auch an gesellschaftliche Teilhabe aller. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler lädt sie für Sonntag, 15. März, ab 14 Uhr zu einem Nachmittag der internationalen Begegnungen in das PFL ein – Frauen mit und ohne Fluchterfahrung.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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