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NWZonline.de Region

Oldenburger tanzen gegen Gewalt an Frauen

15.02.2016

Oldenburg Es war ein wenig einladender Nachmittag mit Schneeregen und Temperaturen von knapp über Null Grad. Das Schmuddelwetter hielt rund 250 Oldenburger aber nicht davon ab, bei der weltweiten Aktion „One Billion Rising“ („Eine Milliarde erhebt sich“) mitzumachen.

„One Billion Rising“ findet seit 2012, durch die Initiative der Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler, in bis zu 190 Länder statt und ruft gegen sexuelle und emotionale Gewalt an Frauen und Mädchen auf. Bei dieser Aktion finden Flashmobs statt, es wird also zusammen an einem öffentlichen Platz eine Choreographie getanzt. Dieser Jahr fand die Aktion auch zum ersten Mal in Oldenburg auf dem Schlossplatz vor der Alten Wache statt. „Es ist wichtig, dass jeder bei dieser Veranstaltung teilnehmen kann, so wird das Bewusstsein der Öffentlichkeit für solch ein wichtiges Thema geschärft“, bekräftigt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Wiebke Oncken. Organisiert wurde die Aktion von der Stadt Oldenburg, dem Verein Wildwasser, dem Präventionsrat, dem Autonomen Frauenhaus, dem Mädchenhaus und dem Zentrum für Frauengeschichte.

Aufgrund des schlechten Wetters rechneten die Organisatoren nicht mit vielen Interessierten, die ein Zeichen setzten wollen. Doch diese Befürchtungen erfüllten sich nicht. Viele Frauen, Männer und Kinder kamen, ausgestattet mit Regensachen und Regenschirmen, um gemeinsam für den guten Zweck zu tanzen. Moderatorin Carola Schede führte durch die Veranstaltung. Die Sambaschule Oldenburg-Eversten und DJane Maissar versorgten die gut gelaunten Leute mit Musik – und so konnten sich alle schon warmtanzen, bevor es darum ging, die Choreographie einzustudieren.

Auf der Bühne wurde der Tanz von den Vortänzerinnen Annika und Lena Schritt für Schritt erklärt. Danach wurde die Choreographie zum Song „Break the Chains“ („Zerbrich die Ketten“) von Tena Clark geübt. Auch wenn nicht jeder Schritt saß und sich hier und da mal vertanzt wurde, war jeder in Bewegung und hatte Spaß. Die Motivation war so hoch, dass man schon beinahe vergaß, dass es sich bei den ersten beiden Durchläufen um die Probe handelte.

Die Hauptdurchläufe verliefen ohne Probleme und wieder mit genauso viel Freude. „Die Leute waren alle in super Stimmung“, freute sich Ute Fischer. Sie war froh, dass sich nun auch Oldenburg an der Aktion „One Billion Rising“ beteiligt, denn sonst wäre sie nach Bremen gefahren. Sie war begeistert, dass man in dieser Form auf ein so wichtiges Thema aufmerksam machen kann. „Es geht nicht nur um den Spaß an der Sache, sondern auch darum, dass es eine politische Gemeinschaftsaktion für Frauen ist“, betonte Fischer. Denn die Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei in unserer Gesellschaft immer noch ein wichtiges Thema. Etwa jede dritte Frau werde weltweit Opfer von Gewalt, das dürfe nicht ignoriert werden.


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