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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Geheime polizeiliche Ermittlungsdaten veröffentlicht

02.12.2014
Betrifft: „Neue Kontakte zu Holocaust-Leugnern“ (NWZ vom 25. November)

Der Verfall der Deutschen Sprache ist offenkundig, oder wie man heute sagt, nicht zu leugnen.

So lese ich vor einigen Tagen auf einer Gemüsetüte: „Frische Spinat“ und kurz darauf auf einer Flasche (...) Pilsener: „Das König der Biere“. Für die Kunst sich angemessen auszudrücken, gilt das gleiche.

In Ihrem Beitrag. „Neue Kontakte zu Holocaust-Leugnern“ wird Frau Imke Barnstedt als Kleinbühnen-Betreiberin bezeichnet. Zu meiner Schulzeit wäre dies als Ausdrucksfehler bemängelt worden. Ein Zimmertheater ist kein Bordell. Ein Bordell mag vielleicht betrieben werden, ein Zimmertheater dient kulturellen Zwecken und wird nicht betrieben. Ich habe jedenfalls noch nie gehört, dass die Stadt Oldenburg das Staatstheater betreibt.

Über die juristischen Fragwürdigkeiten dieses Artikels möchte ich kein Wort verlieren.

Wenn nun der jetzige Papst Franziskus den Niedergang der europäischen Kultur und den allgemeinen Werteverfall beklagt, (...) dann wird er durch Ihren Beitrag glänzend bestätigt.

Jürgen Lachmann
Oldenburg

An dem Artikel fiel mir auf, dass Sie so einfach Verfassungsschutzinformationen, also geheime polit-polizeiliche Ermittlungsdaten, gegen eine freie Person publizieren. Missfällt Ihnen diese Person? Ich selbst kenne Frau Barnstedt nicht. Ihre Berichterstattung wirkt aber auf mich mehr als einseitig.

Auffällig ist, dass Sie die „Gedächtnisstätte“ in Guthmannshausen in Gänsefüßchen erwähnen und dabei verschweigen, dass sich dort lebensbewusste Menschen zusammenfanden, welche mangels einer staatlichen Gedenkstätte initiativ wurden und in Eigenleistung ein würdiges Ehrenmal für die 12 (!) Millionen zivilen deutschen Toten (Kriegs-, Vertreibungs- und Besatzungstote) errichteten. Diesen grauenvollen Menschenschicksalen ist eine Menschenehrung würdig. Das vermisse ich jedoch in dem NWZ-Artikel. Neben dem Foto von Frau Barnstedt wäre ein Foto von der neu erstellten Gedächtnisstätte lobenswert gewesen, damit dem Frieden auch seine Ehre zukommt.

Sigbert Wolf
Bad Zwischenahn

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Staatstheater

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