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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Gewerkschaft stellt sich hinter Lehrer Glanz

15.10.2016

Oldenburg Im Streit um einen israel-kritischen Artikel in der Zeitschrift Paed-Ol der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stärkt der Vorstand dem Autor, Christoph Glanz, den Rücken.

Christoph Glanz sei in der aktiven Mitarbeit bei lokalen Aktivitäten der GEW Oldenburg stets als engagierter Pädagoge und sehr sachkundiger Kollege positiv aufgefallen, heißt es in einem Schreiben des GEW-Kreisvorstands an Schulleitung und Personalrat der IGS Flötenteich. Als Mitstreiter in mehreren Diskussionen seien Glanz’ Beiträge „immer überaus konstruktiv, kritisch und zielführend wahrgenommen worden“.

Lesen Sie auch:Israel-Kritik oder Antisemitismus?, NWZ, 11. Oktober 2016

Lesen Sie auch: Empörung über Israel-Kritik, NWZ, 8. September 2016

Lesen Sie auch:Der umstrittene Bericht von Christoph Glanz im Original

Als Lehrer sei Glanz’ „Engagement für politische Beteiligung, Frieden, Verständigung, Aufklärung, (...), einhergehend mit Toleranz anderer Sichtweisen und mit einer Hingabe, die weit über das verpflichtende ,Mindestmaß’ hinausgeht, bekannt“, heißt es in dem Ende September verfassten und jetzt bekanntgewordenen Schreiben.

Der Brief setzt sich von der Erklärung ab, die die GEW nach dem Bekanntwerden von Glanz’ Artikel Anfang September verbreitet hatte. Darin heißt es, die Veröffentlichung des Berichts aus dem Umfeld der Kampagne Boykott, Desinvestment und Sanktionen (BDS) sei ein großer Fehler gewesen. „Diese Kampagne war uns schlichtweg nicht als problematisch geläufig. Das ist unserer Unkenntnis geschuldet“, heißt es in der Stellungnahme des Vorstands, die auf der Internetseite der GEW zu lesen ist.

GEW-Kreisvorsitzender Heinz Bührmann betont auf Anfrage der NWZ , das Schreiben an die Schule betone die pädagogische Leistung. Der Vorstand wolle GEW-Mitglied Glanz ungeachtet der politischen Kontroverse mit Blick auf dessen pädagogische Arbeit den Rücken stärken.

Die GEW könne die Arbeit der israel-kritischen Kampagne nicht bewerten. „Eine Beurteilung der BDS-Bewegung en détail wäre eine Überforderung des kleinen Personenkreises, zumal auch unbeteiligte Beobachtende diese israelkritische Bewegung äußerst unterschiedlich beurteilen und oft die Unterstellung einer antisemitischen Zielsetzung als unzutreffend und diffamierend bezeichnen“, heißt es in dem Brief an die Schule.

Glanz ist Mitglied der BDS, die sich wegen der Palästinenser-Politik für einen Boykott Israels ausspricht. In dem Bericht für Paed-Ol schildert Glanz sein Engagement. Unter anderem die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die israelische Botschaft in Berlin werfen der BDS Antisemitismus vor.


Aufsatz von Christoph Glanz unter   bit.ly/glanz-original 
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