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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Natur: Gräben sauber – Blumen weg

19.09.2015

Eversten Es grünt so grün am Achterdiek. Die Farbtupfer, die bis vor einigen Tagen noch Stauden entlang der Gräben am Straßenrand gesetzt hatten, sind weg. „Und zwar alle“, sagt Rudolf Schwartz und ärgert sich. Wie berichtet, verschönert der Anwohner die Wohnstraße schon seit zehn Jahren in Eigenregie. Mittlerweile sind die privaten Pflanzaktionen auch mit der Stadt abgesprochen.

Verdruss gab es nur immer dann, wenn die Gräben gereinigt wurden. Ein Unternehmen, das diese Arbeit im Auftrag der Stadt erledige, habe die Bepflanzung als störend empfunden, erzählte Rudolf Schwartz der NWZ  im Frühjahr. Nach Rücksprache mit der Stadt sei das aber alles geklärt worden, freute sich der 68–Jährige damals. Er fühle sich vom Tiefbauamt unterstützt. Seine einzige Sorge sei, dass bei der Reinigung der Gräben der Aushub auf die Pflanzen geschmissen werde.

Nun ist Herbst, die Gräben wurden in dieser Woche gereinigt. Und alle Stauden, die Rudolf Schwartz gepflanzt hatte, sind dabei abgemäht worden. Er meint: „Die Reinigung der Gräben hätte ohne Einschränkungen vorgenommen werden können, wenn man die Stauden erhalten hätte.“

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Auf Nachfrage der NWZ  erklärt Stadtsprecher Reinhard Schenke: „Die Grabenreinigung am Achterdiek war dringend nötig, um wegen der starken Regenfälle der vergangenen Wochen die Entwässerung sicherzustellen. Dort wird ohnehin einmal im Jahr gereinigt. Wir wollten dies gerne nach der Blühphase machen und damit Rücksicht auf die Bepflanzung nehmen, mussten die Reinigung wegen des Wetters aber vorziehen. Die Bepflanzung hat übrigens dazu geführt, dass der Baggerfahrer den Graben schon gar nicht mehr erkennen konnte. Deshalb haben wir vorab – wohlgemerkt auf städtischem Grundstück – die Bepflanzung entfernt.“

Mit einem solch radikalen Beschnitt hatte Rudolf Schwartz nicht gerechnet. Er lässt sich aber nicht entmutigen und plant schon – jetzt auch mit Unterstützung von Nachbarn – fürs nächste Jahr. Auch dann will der frühere Bank-Beamte es am Achterdiek wieder aufblühen lassen. Im Oktober werden tausende von Blumenzwiebeln (Tulpen, Narzissen, Krokusse) in den Boden gebracht. Etwa 20 verschiedene Stauden hatte Schwartz gepflanzt: darunter blau-violett blühende Storchenschnäbel und Schwertlilien sowie gelbe Sonnenaugen und Frauenmäntel. Sie seien zäh. „Die kommen schon wieder“, sagt er. Und bis die Blätter fallen, ist es nun einheitlich grün am Achterdiek.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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