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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Ideen gegen Wohnungsmangel

07.05.2019
Betrifft: „Airbnb wegen Wohnungsnot begrenzen?“ (NWZ vom 2. Mai); über den Vorstoß der Gruppe Linke/Piraten im Rat der Stadt für eine Zweckentfremdungssatzung

In Ihrem Artikel und Kommentar zur Wohnungssituation haben Sie eine andere Meinung als ich. Ihre Meinung sei Ihnen so gegönnt, wie mir die meine, aber darf ich Ihre Aufmerksamkeit einmal auf die zugrundeliegenden Zahlen richten, die von der Stadt zu diesem Thema im Internet bereitgestellt werden. Sie zitieren hier die Zahl von 92 270 Wohnungen, die annähernd deckungsgleich sind mit der Zahl an Haushalten (91 214). Die Wohnungszahl stammt aus der Statistik 0402 „Wohnungen nach der Raumzahl 1986 bis 2017 in Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden und Wohnheimen“. Statistik „0401 Wohngebäude und Wohnungen in Wohngebäuden 1986 bis 2017“ der Stadt gibt aber eine viel niedrigere Wohnungszahl in Oldenburg an, nämlich 87 874. Diese Zahl wird auch rechnerisch genutzt, um das Verhältnis Personen/Wohnung auszurechnen: 1,91 Personen/Wohnung 2017.

Mir ist nicht klar, inwieweit sich hier statistische Sonderfälle (Heimunterbringung etc.) verbergen, aber ich finde die Diskrepanz der Gesamtzahlen für die Wohnungen bedenkenswert.

Nehmen wir die Tendenzen all der Statistiken, ergibt sich deutlich dieses Bild: Die Stadt wächst von der Einwohnerzahl her. Die Zahl der Wohnungen wächst auch. Die Zahl der Personen pro Wohnung sinkt kontinuierlich.

In logischer Konsequenz bedeutet das einen sich verschärfenden Wohnungsmarkt. Das korrespondiert trefflich mit der Summe an subjektiven Erfahrungen (...).

Vor diesem Hintergrund kann ich Ihre Meinung zu diesem Thema nicht teilen. Mir ist eine weitere Erhellung dieses Themas nicht möglich, aber vielleicht finden Sie ja einmal die Möglichkeit, in der Verwaltung der Stadt zu diesem Thema nachzuhaken?

Volker Maeusel
Wardenburg

Vermutlich ist eine Zweckentfremdungssatzung für Wohnraum für sich genommen kein Allheilmittel, um in Oldenburg bezahlbare Wohnungen für alle zu schaffen, – und das hat ja auch wohl niemand behauptet. Im Zusammenhang mit anderen politischen Stellschrauben, die den Aspekt der Gemeinnützigkeit der Wohnungspolitik stärken, kann ein solches Instrument durchaus sinnvoll sein.

Insbesondere könnte es helfen, angesichts einer äußerst angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt künftige Fehlentwicklungen und Zweckentfremdungen zu verhindern, wie wir sie aus touristisch stärker genutzten Regionen Deutschlands bereits kennen.

Wer nun gar, wie Vertreter von FDP und CDU im Stadtrat, in Zweifel zieht, dass es in Oldenburg Mangel an bezahlbaren Wohnraum gäbe, der sollte vielleicht erst einmal die offizielle Statistik zur Kenntnis nehmen, die Oldenburg als eine der 9 Städte in Deutschland mit der höchsten Mietsteigerung innerhalb der letzten 10 Jahre ausweist und der sollte sich vielleicht vergegenwärtigen, dass sich z.Z. über 5000 Menschen auf der Warteliste der GSG befinden, bevor er sich in die wohnungspolitische Diskussion einmischt.

Und was ist von Herrn Kiefers Argumentation zu halten, der in seinem Kommentar das Recht von Wohnungseigentümern, ihre Wohnungen leer stehen zu lassen, damit begründet, dass sie sich mit der Vermietung überfordert fühlen könnten? Es mag ja sein, dass es solche Fälle gibt, aber dann sollten sie sinnvoller Weise die Wohnung an jemanden verkaufen, der sich dieser Aufgabe gewachsen fühlt anstatt dringend benötigten Wohnraum der Nutzung zu entziehen.

Bernd Rautenberg
Oldenburg

Mit großem Interesse habe ich die Artikel über die ungenutzten Gebäude und die Planungen gelesen. Ich bin weder Rechtsanwältin noch Architektin, mache mir dennoch zum Thema Gedanken. Zumindest ist andauernd zu lesen wie möglichst schnell Wohnungssuchenden zu helfen sei. Hat z.B. der Eigentümer Stadt Oldenburg schon einmal interessierte Bürger über die Verwirklichung von Ideen befragt? Lässt sich das CCO (mit Bedarf für die Tiefgarage) oder ein enteignetes ehemaliges Wallkino nicht in viele kleinere Wohneinheiten umgestalten, damit ein buntes Gemisch an Bewohnern mehrerer Altersgruppen (z.B. Solidargemeinschaften) eine Unterkunft findet zu einem bezahlbaren Preis? Wenn ich lese, dass erneut Filialen und Handel einziehen sollen, sage ich dem keine gute Zukunft voraus. Wieso soll Oldenburg in der Innenstadt nicht ein besonderes Projekt initiieren können, das auch anderswo Leute auf den Plan ruft?

Marie-Luise de Roma
Oldenburg

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