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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Ob Kabuff oder Loft: Wohnen ist teuer

19.08.2015

Oldenburg Kaum ist die Miete vom Konto abgezogen, bleibt oft nicht viel übrig für den Rest des Monats – viele kennen das. Gleichzeitig weiß man nicht mehr wohin mit Staubsauger, Gummistiefeln, Töpfen oder alten Blumentöpfen; es fehlt Abstellraum. Um auf solche Wohnprobleme aufmerksam zu machen, schlossen sich jetzt zwei Generationen zusammen: Die SPD Jugendorganisation Jusos und die SPD Arbeitsgemeinschaft 60 Plus informierten in der Fußgängerzone über hohe Mieten in der Stadt – gerade für die kleinen Wohnungen.

Im Jahr 2011 kostete eine Singlewohnung 7,89 Euro pro Quadratmeter. Aktuell sind es bereits 9,16 Euro. „In nur vier Jahren sind die Mietpreise um 30 Prozent gestiegen“, sagt Marvin Claaßen von den Jusos. Zum Vergleich: In Bremerhaven kostet die gleiche Wohnung 6,12 Euro pro Quadratmeter. Wirft man zudem einen Blick auf die Stadtteile, zahlen Mieter durchschnittlich 8,98 Euro im Dobbenviertel, 6,78 Euro in Ohmstede.

Merle Heßler, Vorsitzende der Jusos, studiert und kennt das Problem der jungen Leute: „Studentenwohnheime sind überfüllt und es dauert lange, eine bezahlbare Wohnung zu finden.“ Es werde zwar neuer Wohnraum geschaffen, allerdings könne sich kein Student ein Appartement am Hafen leisten. Die Stadt käme der Nachfrage nach günstigem Wohnraum nicht nach. Überall wird gebaut – nur nicht für alte, alleinstehende oder behinderte Menschen, sagt Wolfgang Weinert, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus. Gleichzeitig ließe die Qualität deutlich nach: Mieter kleiner Wohnungen hätten immer weniger Platz. „Mit jedem Quadratmeter versuchen Vermieter, Gewinne zu machen“, sagt Weinert.

Sorgen um die Alten macht sich auch Hans-Georg Kollmann: „Man kann ja nichts dagegen machen, der Kleine Mann muss zusehen, dass er seine Miete zahlen kann. Wo sollen denn all die Rentner in Zukunft bleiben?“ Er selbst habe großes Glück mit seinem Vermieter, aber er kenne Mieter, die 420 Euro für 20 Quadratmeter zahlten. Seit dem Tod seiner Frau wohnt er alleine, und würde gerne mit einem Gleichgesinnten zusammenleben: „Dann werden mir aber 40 Prozent von der Witwerrente gestrichen“, klagt er. Es gebe vielseitige Wohnungsbaumodelle, zum Beispiel Senioren-WGs oder generationsübergreifendes Wohnen. „Noch haben viele Angst, dass ihnen jemand einfach hineingesetzt wird“, sagt Weinert, „aber es muss etwas angeboten werden“.

Olaf Klaukien, CDU-Vorsitzender, wundert sich unterdessen über die Forderungen. Viele SPD-Entscheidungen im Rat hätten in der Vergangenheit zu verteuertem Wohnraum geführt; viele energetische Vorgaben beim Neubau sowie die erhöhte Grundsteuer, schrieb er in einer Reaktion auf die Info-Aktion der SPD zu. Diese Mehrkosten würden jetzt in die Mietpreise mit einfließen; die Verantwortung läge nicht allein bei den Vermietern, so Klaukien.

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Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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