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Bundeswehr: Kaserne macht sich bereit für neuen Stab

12.04.2014

Oldenburg Stefan Schostok (SPD) zeigte sich erfreut: Er habe die Pläne der Bundeswehr nie nachvollziehen können, sagte der Hannoveraner OB am Donnerstag. Zwar laufen Abgeordnete der Landeshauptstadt schon seit Monaten Sturm gegen die beschlossene Verlagerung des Führungsstabes der 1. Panzerdivision von Hannover nach Oldenburg. Doch das Positionspapier, mit dem SPD-Verteidigungspolitiker Aufmerksamkeit erzielen konnten, verleiht seiner Sache neuen Auftrieb.

2011 hatte der damalige Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere mit seiner Standortreform in betroffenen Kommunen ein politisches Erdbeben ausgelöst. Der prestigeträchtige Wechsel des Stabs der 1. Panzerdivision, mit 18 000 Soldaten in sechs Bundesländern größte Division des Heeres, fand bundesweit Beachtung. Er entschädigt Oldenburg für den Verlust der Luftlandebrigade, die aufgelöst wird. Bereits Ende 2013 wurde in der Bümmersteder Kaserne ein Trio-Gebäude fertiggestellt. Der über zehn Millionen Euro teure Neubau beherbergt Essens- und Aufenthaltsräume für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. Wenn die Luftlandebrigade voraussichtlich im September auszieht, werden acht Unterkunftsgebäude in Stabs-/Bürogebäude umgebaut. Sechs Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Bis Ende 2015 sollen die Handwerker abziehen. 560 Soldatinnen und Soldaten rücken anschließend an.

Sowohl der Oldenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Albani als auch sein Kollege von der SPD, Dennis Rohde, sind überzeugt, dass sich am Wechsel nichts ändert. Albani hatte vor wenigen Tagen nach einer Bauausschuss-Sitzung berichtet, die Baumaßnahmen seien im Zeitplan, der Abschluss für das letzte Quartal 2015 vorgesehen. Rohde sprach am Freitag zwar von schwarz-gelben Murks bei der Bundeswehrreform. Aber Oldenburg sei und bleibe Bundeswehrstandort – alles andere sei indiskutabel.

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Schostoks Vorgänger, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte vor seinem Wechsel die Verlagerung der Division ebenfalls heftig kritisiert. Als Landesvater wollte er die Forderung nicht mehr wiederholen: Es komme darauf an, welchen Hut man aufhabe, sagte Weil kürzlich der NWZ .

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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