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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Bundestag: Keine Zeit für Besichtigungstouren

06.12.2014

Oldenburg Als spannend bezeichnet Peter Meiwald (Grüne) sein erstes Jahr als Bundestagsabgeordneter in Berlin. Seit der konstituierenden Sitzung am 22. Oktober vergangenen Jahres ist einige Zeit vergangen. „Ich genieße jeden Tag, die Arbeit macht ungeheuren Spaß“, erzählt der 48-Jährige in seinem Wahlkreisbüro am Friedensplatz.

Von Berlin selbst sieht er in der Woche nicht mehr als das, was auf seinem Weg von seiner Wohnung in der Habersaatstraße zum Jacob-Kaiser-Haus neben dem Reichstagsgebäude liegt. „Ich habe eine 70- bis 80-Stunden-Woche, da bleibt keine Zeit für Besichtigungstouren“, sagt Meiwald. Montags um 8.30 Uhr geht es los, freitags zwischen 16 und 18 Uhr ist Feierabend.

Die Arbeit als umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion entschädigt ihn dafür. Hochwasserschutz, Abfall, Recycling, Luftreinhaltung, Bodenschutz – die Themenpalette ist bunt. Als Mitglied des Petitionsausschusses sieht er sich zudem mit Fällen wie beispielsweise ungerechter Behandlung am Arbeitsplatz konfrontiert.

Zudem ist der Vater von vier 13 bis 20 Jahre alten Kindern stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und flog zuletzt am 19. November für drei Tage an der Seite von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach Südafrika. Meiwald hat dort Kontakte zu Menschenrechtsgruppen, Umweltorganisationen und Wirtschaftsunternehmen aufgebaut und gepflegt.

Den Begriff „Nachhaltigkeit“ mag Meiwald nicht. Besser sind aus seiner Sicht „Enkeltauglichkeit“ oder „Zukunftsfähigkeit“. „Nachhaltig kann man auch die Erde zerstören“, fügt er augenzwinkernd hinzu. 50 Prozent Berlin, 50 Prozent Westerstede – das ist das Zeitmanagemanagement von Meiwald, das sich stark an den Sitzungswochen des Bundestages und Zusammenkünften der Ausschüsse orientiert. „Ich bin der einzige Grünen-Bundestagsabgeordnete aus dem Nordwesten, vertrete also auch die Interessen der Bürger aus anderen Landkreisen und Städten“, sagt Meiwald. So diskutiert er beispielsweise in Schortens (Landkreis Friesland) mit dem OOWV und dem Landvolk über die Belastung des Grundwassers mit Nitrat und Antibiotika oder berät in Wardenburg die Grünenfraktion im Gemeinderat zum Thema „Öffentlicher Personennahverkehr“.

Zurück nach Berlin: Seit kurzem ist Meiwald Mitglied des Teams FC Bundestag, das stolz mit vier Sternen auf dem Trikot für die gewonnenen Weltmeisterschaften aufläuft. Selten schaut er sich ein Spiel von Hertha BSC an, dafür fehlt die Zeit. Denn wenn Meiwald über das Wochenende in Berlin bleibt, bekommt er oft Besuch von seiner Familie oder alten Freunden und politischen Mitstreitern, radelt auf dem Mauerradweg oder genießt das Berliner Kulturangebot – am liebsten Kabarett.

Besonders beeindruckt hat ihn in seiner politischen Arbeit im ersten Jahr als Bundestagsabgeordneter das fraktionsübergreifende Bemühen, die Mitnahme von Kinderwagen und Rollstühlen in Bür­gerbussen auf eine rechtliche Grundlage zu stellen und die Straßenverkehrsordnung dahingehend zu ändern. Meiwald: „Schon die Beurteilung des Vorschlags durch einen Grünen-Anwalt umfasste mehrere Seiten. Es gilt, europäisches Recht zu beachten.“

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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